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Basketball
Basketball: Elephants bleiben vor Duell mit Schalke eiskalt

Grevenbroich. Zeitweise erfreuten sich die Basketballer des Basketball-Regionalligisten NEW' Energie im Lager des FC Schalke 04 in etwa so großer Beliebtheit wie die Fußballer des Ruhrgebietsnachbarn Borussia Dortmund. Doch wenn die beiden Kontrahenten morgen Abend (Anpfiff 19.30 Uhr) in der schmucklosen Sporthalle der Gerhart-Hauptmann-Realschule an der Mühlbachstraße in Gelsenkirchen-Erle aufeinandertreffen, haben sich die Gemüter wieder etwas beruhigt. Von Dirk Sitterle

Schon vor dem Hinspiel, das die Elephants überraschend deutlich mit 88:66 gewonnen hatten, waren sich Schalkes Trainer Raphael Wilder, der mit Grevenbroich 2003 in die Zweite Bundesliga aufgestiegen war, und Elephants-Coach Hartmut Oehmen, der mit dem Slogan "Energie statt Kohle" für dass Gastspiel der Königsblauen in der Schlossstadt geworben hatte, böse in die Haare geraten. Diesen "Salto rückwärts" kann Oehmen freilich bis heute nicht ganz nachvollziehen, "zumal ich mit Raffi zuvor über 15 Jahre ein gutes Verhältnis hatte". Der Streit zwischen den beiden Liga-Rivalen ging in die nächste Runde, als sich die Elephants weigerten, der Schalker Bitte um eine Verlegung des Rückspiels auf Freitag zu entsprechen. Der vor allem in den sozialen Netzwerken ausgetragene Disput zog sich über Wochen hin (eine chronologische Darstellung aus Sicht der Elephants findet sich auf deren Homepage). Dazu Oehmen: "Schalke hat sich dabei bis auf die Knochen blamiert." Fakt ist: Obwohl die 04er in Rüdiger Grund sogar den Spielleiter des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) einschalteten, änderte sich am ursprünglichen Spieltermin nichts.

Oehmen versichert derweil, "dass nun von Grevenbroicher Seite keine emotionale Hitze" zu erwarten sei. "In der Mannschaftsbesprechung war das kein Thema. Wir bereiten uns auf dieses Spiel genauso vor wie auf Telekom Bonn II - und mehr hat Schalke, ehrlich gesagt, auch nicht verdient ..." Denn eigentlich geht es in dieser Partie nur noch um Rang drei. Nach der deutlichen Abfuhr im Hinspiel müssten die in der Tabelle zwei Zähler hinter Grevenbroich liegenden Schalker schon einen Sahnetag erwischen, um den ungeliebten Widersacher im direkten Vergleich noch zu überflügeln. Dass die Königsblauen dazu selbst ohne Trevin Parks (der Topscorer der Liga fehlte auch am Sonntag beim 93:62-Sieg im Finalhinspiel des WBV-Pokals in Sechtem) in der Lage wären, ist für Oehmen keine Frage. "Einen wie Nikita Khartchenkov hätte jeder gerne in seinem Team. Und wenn ich mir aus der Liga einen Spieler aussuchen dürfte, würde ich Patrick Carney nehmen."

Quelle: NGZ
 
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