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Lokalsport
Basketball: NEW' Elephants feiern allem Unbill zum Trotz

Grevenbroich. Schon vor dem Anpfiff wurde es blutig: Sowohl der als Flügelspieler für die NEW' Elephants tätige Raed Mostafa (Wade) als auch Salzkottens Center Thomas Stukenberg (Hand) zogen sich beim Warmmachen nach einer Kollision mit der scharfkantigen Werbebande in der Hederauenhalle Schnittwunden zu. "Das sah ganz schön eklig aus", sagte Gästetrainer Hartmut Oehmen und stellte launig fest: "Die Schlacht fing schon vor dem Spiel an." Die dabei erlittenen Blessuren dürften die Grevenbroicher allerdings bedeutend weniger schmerzen als die Hausherren, denn mit dem 83:71-Erfolg (Halbzeit 48:42) feierten sie den vierten Sieg in Folge (davon drei auswärts) und machten damit alles klar für das Topspiel um die Spitze am Samstag vor heimischem Publikum gegen Hagen. Von Dirk Sitterle

Was den Sieg in Ostwestfalen so ungemein sexy macht, ist, wie er zustande kam: Oehmen ging sofort voll auf Risiko, ließ Salzkottens starken Aufbauspieler Matthias Finke, für den am Ende 23 Punkte zu Buche standen, durch den angeschlagenen Sharif Watson verteidigen und stellte Farid Sadek gegen den US-Amerikaner Bryce Leavitt. Eine gute Idee, lagen die Gäste, die bis zur Pause beide Viertel gewannen (21:19, 27:23) doch in der 18. Minute mit 46:35 vorne. Aber in der zweiten Hälfte schien sich das Schicksal gegen Grevenbroich verschworen zu haben: Der zuletzt überragende Farid Sadek musste mit Beginn des dritten Durchgangs passen (Muskelfaserriss in der Wade), Center Jasper Chiwuzie fing sich früh sein drittes Foul (23.). Als auch Lukas Kazlauskas, der für Sadek hauptamtlich den Ballvortrag übernommen hatte, in Foulprobleme geriet (4. Foul in der 31. Minute), erinnerte sich Oehmen daran, dass sein Co-Trainer Simon Bennett gelernter Spielmacher ist. Und der 31-Jährige funktionierte prächtig - stand damit eindrucksvoll für den Teamgedanken bei den Elephants, die von ihren Ersatzspielern 34 Punkte (Salzkotten nur elf) bekamen. Der Löwenanteil fiel dabei Bastian Becker (18 Punkte, 2/3 Dreier) und Center Lennard Jördell (12), der nach seiner Verletzung am Sprunggelenk allmählich wieder zu alter Klasse zurückfindet, zu. Wichtig auch die elf Rebounds von Jasper Chiwuzie, der mit dafür sorgte, dass die Jungs von der Erft das Duell an den Brettern mit dem reboundstärksten Team der Liga knapp gewannen (31:26).

Obwohl Lukas Kazlauskas in Viertel Nummer vier nur wenige Sekunden auf dem Feld stand (5. Foul in der 37. Minute), geriet der so wichtige Sieg der Dickhäuter nicht mehr in Gefahr. "Das war schon echt souverän", fand Oehmen und verwies darauf, dass seine Schützlinge bis auf 1:22 Minute stets in Führung gelegen hatten. Als Beleg für die gute Mannschaftsleistung wertere er die zweistellige Punkteausbeute von Bastian Becker (18), Marko Boksic (17), Sharif Watson (14), Lennard Jördell (12) und Lukas Kazlauskas (11). Sein Ausblick: "Jetzt haben wir unser Topspiel gegen Hagen, genau das wollten wir. Basketball-Herz in Grevenbroich, was willst du mehr!"

Quelle: NGZ
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