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Lokalsport
Basketball: Tigers beißen sich in Barmen mit Mühe durch

Neuss. Nicht jeder Auftritt der TG Neuss Tigers ist ein Basketball-Fest. Eine Woche nach der Sternstunde gegen Opladen (93:52) mühte sich der Tabellenführer der Zweiten Damen-Bundesliga Nord beim Barmer TV zu einem 64:56-Erfolg (Halbzeit 36:26). Einen Platz im Langzeitgedächtnis von Trainerin Janina Pils dürfte der sechste Sieg im sechsten Spiel freilich nicht finden. Die 33-Jährige bilanzierte: "Viel kann und muss ich dazu nicht sagen. Ich ärgere mich gar nicht so sehr über unsere Leistung, ich bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben." Von Dirk Sitterle

Im Gegensatz zu den vorausgegangenen Partien in Meisterschaft und Pokal mangelte es den Neusserinnen in Wuppertal an Konstanz. "Es war ziemlich viel auf und ab, scheinbar waren alle schon zufrieden, wenn wir mit zehn Punkten geführt haben", bemängelte die Trainerin. Weil neben Miriam Boulkheir (gebrochener Finger) auch Ronja Spießbach (krank) fehlte, die gesundheitlich angeschlagene Franziska Worthmann nur Kraft für rund zwölf Minuten hatte und Jana Heinrich vier persönliche Fouls mit in die zweite Hälfte schleppte, mangelte es den Gästen in kritischen Phasen an den personellen Alternativen. Allerdings wollte Janina Pils die dünne Vorstellung nicht auf die schmale Ausstattung schieben. "Wir haben es diesmal nicht geschafft, unser Spiel durchzudrücken. Wir waren sehr undiszipliniert, die Vorgaben wurden nicht erfüllt."

Auch darum stachen Barmens Asse Leonie Bleker (18 Punkte/10 Rebounds) und Franziska Goessmann (18 Punkte), die hauptverantwortlich dafür sorgten, dass die TG sogar ins Hintertreffen geriet. "Und wenn du es nicht schaffst, als Team gut zu sein, kriegst du halt Probleme", sagte Janina Pils. Normalformat bescheinigte sie lediglich Kita Waller, die nach der Gala gegen Opladen (39 Punkte) auch gegen den BTV in 37:01 Minuten immer noch satte 27 Zähler (4/6 Dreier) und zehn Rebounds auflegte. Zufrieden war die Trainerin darüber hinaus lediglich mit Sarah Stock, die in 31:47 Minuten auf dem Feld fünf Punkte und acht Rebounds packte.

Zwischenzeitlich traten die in der Liga für ihre aggressive Verteidigung gefürchteten Tigers den Wuppertalerinnen sogar in der Zone gegenüber. Damit gelang es ihnen fünf Minuten vor Schluss immerhin, sich die Führung zurückzuerobern. Positiv fand Janina Pils, dass ihre Mädels trotz der Schwierigkeiten nicht den Kopf verloren. "Sie sind ruhig geblieben und haben den Sieg ins Ziel gebracht. Und darauf kam es an." Damit hakte sie das Match auch schon ab. "Ich kann und will mich damit gar nicht länger beschäftigen, denn schon am Mittwochabend müssen wir in der zweiten Runde des DBBL-Pokals in Grünberg ran - und nur drei Tage danach steht das Spitzenspiel gegen die GiroLive Panthers Osnabrück auf dem Programm."

Quelle: NGZ
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