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Lokalsport
Basketball: Tigers feiern ohne Trainerin Vizemeisterschaft

Neuss. Die TG Neuss Tigers sind einfach nicht zu stoppen. Dass sie beim Wolfpack Wolfenbüttel in der 2. Basketball-Bundesliga noch nie gewonnen hatten: geschenkt. Dass sie ausgerechnet im Topspiel auf die erkältete Trainerin Janina Pils verzichten mussten: egal. Mit dem 76:75-Erfolg (Halbzeit 34:38) machten die Wildkatzen am vorletzten Spieltag nicht nur die Vizemeisterschaft perfekt, sondern sicherten sich in den anstehenden Play-off-Duellen mit Wolfenbüttel auch den Heimvorteil im unter Umständen entscheidenden dritten Match. Von Dirk Sitterle

Für Janina Pils, die am Morgen vor der Partie schweren Herzens absagen musste, sprang ihr eigentlich bei der Neusser Oberliga-Truppe eingeplanter Co-Trainer Dragan Ciric ein. Unterstützt wurde er dabei vor allem von Kita Waller. Und der Einsatz der unbezahlbaren New Yorkerin erwies sich als Glücksgriff. "Sie hat als Captain sehr viel übernommen", lobte Jana Heinrich ihre Teamkollegin: "Wie sie das in die Hand genommen hat, war überragend." Dafür gab es Applaus auf offener Szene. Die US-Amerikanerin, die so ganz nebenbei auch noch 22 Punkte auflegte, konnte freilich nur glänzen, "weil sich alle verantwortlich fühlten", fügte Jana Heinrich, die mit zwölf Zählern ebenso zweistellige Punktewerte erreichte wie Karly Roser (14) und Karo Tzokov (13), an: "Alle waren viel aufmerksamer. Wir sind als Team ganz eng zusammengerückt."

Aber da Wolfenbüttel ebenfalls über eine ausgezeichnete Mannschaft verfügt, entwickelte sich in brodelnder Lindenhalle vor basketballverrückten Zuschauern ein packender Vergleich. "Die Halle war voll, hier war nix mit abschenken", stellte Jana Heinrich klar. Die erste Hälfte ging noch an die Gastgeberinnen, für die die kanadische Centerin Raelyn Prince (22 Punkte/16 Rebounds), US-Girl Lakevia Boykin (19 Punkte) und Klaudia Grudzien (14 Punkte/11 Rebounds) am besten trafen. Das furiose dritte Viertel (32:20) bescherte den Tigers jedoch einen Acht-Punkte-Vorsprung vor dem Schlussdurchgang (66:58).

Dass es trotzdem noch mal mächtig eng wurde, überraschte Jana Heinrich nicht wirklich. "Gegen so ein Team kannst du dir nie sicher sein." In der letzten Spielminute verkürzte die famose Raelyn Prince von der Freiwurflinie auf 75:76. Weil Franziska Worthmann neun Sekunden vor dem Ende für Neuss an der Linie bei beiden Versuchen leer ausging, bot sich dem Wolfpack tatsächlich noch mal die Chance auf den Siegkorb. Die eng verteidigte Lakevia Boykin traf indes nicht, was die daheim am Liveticker mitzitternde Janina Pils natürlich freute: "Ich bin so stolz auf die Mädels."

Quelle: NGZ
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