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Lokalsport
Bayer mit schlechter Erinnerung an den PSV

Rhein-Kreis. In der Bezirksliga ist Dormagen drei Siege vom Aufstieg entfernt, Gnadental will Ligaverbleib eintüten. Von Christos Pasvantis

Drei Bezirksliga-Spieltage stehen vor der Sommerpause noch vor der Tür. Doch während es bei den Mönchengladbacher und Krefelder Kollegen in einem völlig offenen Abstiegskampf nach wie vor um alles geht, sind die Vertreter des Rhein-Kreises gedanklich mit Ausnahme von Dormagen und Gnadental wohl schon in der Sommerpause.

TSV Bayer Dormagen (1.) - PSV Mönchengladbach (17.). Seine Worte vor dem Hinspiel werden Carlos Perez wohl noch länger schwer im Magen gelegen haben. "Ich glaube nicht, dass wir überheblich auftreten. Unsere Jungs wissen, worauf es ankommt", sagte der Dormagener Trainer dort. Denkste, mit dem 1:0-Erfolg landeten die Polizisten, damals wie heute Tabellenschlusslicht, gegen bitter enttäuschende Dormagener im November einen überraschenden Befreiungsschlag. Es war zugegebenermaßen einer der ganz wenigen Ausrutscher des TSV Bayer, der die Liga weiterhin mit drei Zählern Vorsprung vor Verfolger Meerbusch (empfängt Schiefbahn) anführt. "So etwas passiert im Fußball manchmal. Wir haben eine junge Truppe, die sicherlich daraus gelernt hat", meint Perez. Erstaunlich ist vor allem die Defensive, die auch ohne die verletzten Leistungsträger Bodo Fieren und Andrei Costache in der Innenverteidigung einen sensationellen Job erledigt. Für die Vertreter Henry Thimm (19) und Nicholas Eifler (25) hat Perez nur Lob übrig: "Wir sind hinten gefestigt, die beiden machen das überragend. Wir haben in der Rückrunde drei Gegentore bekommen, zwei waren Freistöße und eins ein Sonntagsschuss. Das sagt alles." Für morgen ist der Coach - genau wie vor dem Hinspiel - siegessicher: "Die Jungs wissen, worum es geht. Wir wollen aus den letzten drei Spielen die maximale Punktzahl."

DJK Gnadental (12.) - TuS Grevenbroich (6.). Auf dem Weg zum einen letzten Zähler, den die DJK auf dem Weg zum Klassenverbleib noch braucht, überrascht es kaum, dass Trainer Jörg Ferber auf Schützenhilfe seiner ehemaligen Mannschaft hofft. "Ich hoffe, dass mein alter Verein mir ein bisschen entgegenkommt und es nicht ganz so schwer macht", witzelt Ferber, dem aber gleichzeitig klar ist, dass seine Hoffnung wohl unerfüllt bleibt: "Die werden ihren normalen Fußball spielen." Extra gesprochen hat er mit seinen ehemaligen Schützlingen wie Tim und Mike Allroggen oder Hasan Er und Giovanni Demme, die vor Ferbers Zeit in Grevenbroich (Landesliga von 2011 bis 2013) bereits beim VfR Neuss unter seinen Fittichen standen, aber nicht: "Die wissen auch so, dass sie mir helfen müssen."

Premiere feierte in Ferbers Sprachgebrauch die Aussage, er könne am Sonntag "personell aus dem Vollen schöpfen". So seien nach einer von Verletzungen geprägten Spielzeit selbst die Franciamore-Cousins in der Lage, aufzulaufen: "Wir werden definitiv eine schlagfertige Mannschaft aufstellen. Ich hoffe, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen."

Weiterhin spielen: Die SG Kaarst empfängt den SV Uedesheim, die Holzheimer SG trifft auf die abstiegsbedrohten Sportfreunde Neuwerk. Um alles geht es auch für Blau-Weiß Meer, das bei der SG Rommerskirchen/Gilbach zu Gast ist, deren Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz bei sieben Punkten Rückstand von rein theoretischer Natur sind.

Quelle: NGZ
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