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Bayer stoppt den Negativlauf

Dormagen. Nach zehn Pleiten in Folge gewinnt Handball-Zweitligist gestern Abend 24:22 in Bad Schwartau. Von Volker Koch

Na bitte, es geht doch noch: Seit dem 27. September hatte der TSV Bayer Dormagen auf einen sportlich errungenen Sieg warten müssen, seit dem 28:25 über HF Springe zehn Pleiten in Folge kassiert (von denen die gegen SV Henstedt-Ulzburg nachträglich in einen doppelten Punktgewinn umgewandelt wurde).

Gestern Abend feierten die Dormagener Handballer endlich wieder ein Erfolgserlebnis - und das ausgerechnet beim VfL Bad Schwartau, der mit seiner Serie von vier Siegen, zuletzt am Freitagabend einem 28:26 im Nordderby in Henstedt, so etwas wie die "Mannschaft der Stunde" in der Zweiten Liga war. Damit verkürzte der TSV Bayer den Abstand zum rettenden 17. Tabellenplatz auf drei Punkte.

"Ausschlaggebend war das Team", freute sich Trainer Jörg Bohrmann nach dem Schlusspfiff über eine "geschlossen starke Leistung hinten wie vorne." Ausschlaggebend sei wohl die überzeugende Vorstellung gewesen, die seine Schützlinge vor Wochenfrist beim Erstliga-Absteiger HC Erlangen geboten hätten: "Die Jungs haben offensichtlich kapiert, dass sie trotz allem noch guten Handball spielen können." Hinzu kam gestern vor 1573 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle ein aufopferungsvoller Kampf: "Die Jungs waren am Ende stehend k.o.", sagte Bohrmann, "der Wille, dieses Spiel erfolgreich zu gestalten, war deutlich zu merken." Wobei er einräumte, dass in der Schlussphase auch ein wenig Glück den Gästen hold war: 312 Sekunden vor Schluss erzielte Alexander Kübler den letzten Dormagener Treffer, doch den Hausherren gelang in den folgenden fünf Minuten nur noch ein Tor: Zum 22:24 durch Daniel Pankofer 34 Sekunden später. Danach blieb es viereinhalb Minuten lang auf beiden Seiten torlos, Pankofer vergab 23 Sekunden vor dem Ende die Möglichkeit, noch einmal zu verkürzen, als er einen Siebenmeter am Tor vorbei warf.

"Wir haben in den entscheidenden Situationen die Nerven bewahrt und diesmal auch die Chancen, die sich uns geboten haben, fast alle verwertet", zeigte Bohrmann die entscheidenden Unterschiede zu den voraufgegangenen Partien auf. So konnten sich die Gastgeber nie weiter als mit zwei Toren absetzen, auch der 13:12-Pausenstand zugunsten des VfL spielte dem Dormagener Trainer in die Karten: "Dadurch kamen die Jungs hochkonzentriert aus der Kabine."

In der geschlossen starken Formation verdienten sich drei Spieler eine Sondererwähnung: Mikk Pinnonen war im linken Rückraum mit fünf Treffern torgefährlichster Angreifer, Johnny Eisenkrätzer spielte auf der Mittelposition einen guten Regiepart, und Sebastian Bartmann stand mit 14 Paraden seinem gewohnt starken Gegenüber Dennis Klockmann (20) nur wenig nach, profitierte aber auch von der starken Abwehr, in die sich der A-Jugendlich Lukas Stutzke nach der Pause gut einfügte.

Das tat auch Neuzugang Kevin Christopher Brüren, der in jeder Halbzeit eien Viertelstunde zum Einsatz kam. "Das war ein guter Einstand", sagte Bohrmann über den 22 Jahren alten Linkshänder. Am Vorabend, beim 32:29-Sieg des Leichlinger TV in Varel, hatte er acht Mal getroffen, gestern gelang ihm sein erstes Tor im neuen Trikot.

Quelle: NGZ
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