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Basketball
Bei den Elephants hat der Pokal die höchste Priorität

Basketball: Bei den Elephants hat der Pokal die höchste Priorität
Zwei versierte Schützen im direkten Duell: Elephants-Kapitän Simon Bennett (l.) und Michal Twarog. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Das Liga-Duell mit Angstgegner DT Ronsdorf wollen die Grevenbroicher Basketballer allerdings unbedingt gewinnen. Von Dirk Sitterle

82:83, 90:91, 90:95 - für den einen sind das ganz normale Spielergebnisse, für die Basketballer der NEW' Elephants sind das Zahlen des Grauens: Seit dem Aufstieg der Deutschen Turnerschaft (DT) Ronsdorf in die Regionalliga traten die Grevenbroicher Korbjäger dreimal gegen das erfahrene Team aus Wuppertal an - und holten sich stets einen blutigen Rüssel.

Kein Wunder also, dass Elephants-Coach Hartmut Oehmen vor dem vierten Duell morgen Abend in heimischer Sporthalle am Torfstecherweg in Gustorf (19.30 Uhr) nicht den Lautsprecher gibt: "Eigentlich spricht nichts dafür, dass wir dieses Spiel verlieren, aber ich werde den Teufel tun und sagen: das ist ja nur Ronsdorf ..."

Im Grunde genommen könnte den Erftstädtern das Gastspiel des akut vom Abstieg bedrohten Angstgegners ja egal sein, denn weil die Sache mit dem Aufstieg nach den Niederlagen gegen Düsseldorf und Köln wohl durch ist, genießt nun der WBV-Pokal die höchste Priorität.

Dort stehen die Elephants nach dem 106:79-Kantersieg über Münster schon wieder im Halbfinale. Gegen wen es weitergeht - mit im Lostopf sind die drei Regionalligisten FC Schalke 04 (100:95 beim SC Bayer 05 Uerdingen), SG Sechtem (86:85 beim SV Hagen-Haspe) und RheinStars Köln (80:67 in Leichlingen) - , ist Oehmen ziemlich egal. "Hauptsache wir bekommen ein Heimspiel", sagt er, "ich denke, wir haben jetzt einfach auch mal ein gutes Los verdient". Schwer wird es auf jeden Fall, hat sich doch zum Beispiel der FC Schalke 04 gerade erst mit Nikita Khartchenkov vom Bundesligisten Phoenix Hagen und Daniel Boahene vom Regionalliga-Konkurrenten BG Dorsten kolossal verstärkt. Oehmen hält die von Raphael Wilder trainierte Truppe mittlerweile "von den Namen her für das stärkste Team der Liga". Ronsdorf fertigten die Königsblauen mit 128:63 (!) ab. Da fehlte bei den Bergischen in Spielertrainer Gordon Geib Herz und Seele der Mannschaft. Verletzt hatte der ehemalige Nationalspieler auch schon in den für den Abstiegskampf immens wichtigen Partien gegen Euskirchen (76:101) und Ibbenbüren (84:110) passen müssen. Oehmen traut dem Braten freilich nicht, ist davon überzeugt, "dass er gegen uns wieder dabei sein wird. Denn die Spiele gegen Ronsdorf bringen für uns nie was Gutes: Im Hinspiel verletzten sich Farid Sadek und Davon Roberts, im letzten Jahr verletzte sich in Ronsdorf Dave Boykins bei seinem ersten Einsatz".

Auch ohne Geib, der zuletzt nur an der Seitenlinie coachte, steht bei den Gästen durchaus Qualität im Team: So schenkte Adrian Brückmann den Elephants in der Hinrunde 33 Punkte ein, Ousenu Njai 19. Jederzeit, wenn man sie denn gewähren lässt, eine Menge Schaden anrichten können auch die schlitzohrigen und zweitligaerprobten Routiniers Michal Twarog und Nikola Jovanovic. Seit der Weihnachtspause zum Kader gehören der Kroate Zoran Cvjetkovic (Aufbau) und der 2,06 Meter große Bosnier Goran Tomic (Center), der lustigerweise aus der gleichen Region stammt wie der für die Grevenbroicher tätige Marko Boksic.

Quelle: NGZ
 
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