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Lokalsport
Bei den Elephants ist nicht alles eitel Sonnenschein

Grevenbroich. Den Basketball-Regionalligisten plagen arge Verletzungssorgen. In Bielefeld gibt es ein Wiedersehen mit Peter Marcic. Von Dirk Sitterle

Nach fünf Spielen punktgleich mit dem Tabellenführer auf Rang drei - der Saisonstart hätte schlechter laufen können für die NEW' Elephants in der Basketball-Regionalliga West. So sieht das vor dem Match morgen Abend (19 Uhr, Sporthalle 1 der Carl-Severing-Schule) beim Aufsteiger TSVE Bielefeld auch Trainer Hartmut Oehmen. "Der Tabellenstand ist ganz schön", sagt er, frei von Sorgen ist er freilich nicht: "Das Tagesgeschäft ist schon ein wenig nervig. Du kannst nicht so, wie du willst."

Etwas auf die Stimmung drückt die personelle Situation: Weil Raed Mostafa weiterhin angeschlagen ist, Max Boldt (Mittelfußbruch) wohl noch bis Weihnachten ausfällt und Simon Bennett erst heute aus den USA zurückkehrt, standen die Grevenbroicher in den vergangenen Tagen viel zu oft nur mit acht Akteuren da. Zu allem Überfluss verknackste sich James Chute im Mittwoch-Training den Fuß. Weil am Montag wegen der Herbstferien "bei gefühlten null Grad" (Oehmen) trainiert werden musste, wärmten sich die Basketballer ausnahmsweise mit einem Fußballspiel auf. Das Duell nationale gegen internationale Fraktion endete mit einem Sieg für Deutschland, das in Bastian Becker (Oehmen: "Der hat Kreisliga-A-Niveau") und Lennard Jördell einfach die besseren Kicker in seinen Reihen hatte. Durchaus fit am runden Leder waren jedoch auch der Bosnier Marko Boksic sowie der mit nigerianischen Wurzeln ausgestattete Engländer Jasper Chiwuzie.

Wenngleich die Stadt Bielefeld in der Arminia auch einen Vertreter in der 2. Fußball-Bundesliga hat, ist von den Elephants morgen an der Flachsstraße wohl eher Fingerfertigkeit gefragt. Als Neuling zählen die Ostwestfalen zwar nicht unbedingt zur Beletage der Liga, doch auf die leichte Schulter nehmen sollte der dreimalige Gewinner des WBV-Pokals den ehemaligen Zweitligisten (Pro B) besser nicht. Ein Akteur der Hausherren dürfte gerade in diesem Match sogar vor Tatendrang sprühen: Peter Marcic, damals als Lebensversicherung für die angeschlagenen Aufbauspieler Farid Sadek und Nick Larsen verpflichtet, hatte zu Beginn der vergangenen Saison kurz das Trikot der Elephants getragen. "Er war als Shooter vorgesehen, schoss dann aber kaum", erinnert sich Oehmen. "Er passte bei uns gar nicht ins System, das da heißt: Visier runter, Attacke und gib ihm!" In Bielefeld kommt der Slowene deutlich besser zurecht: Der 28-Jährige, nach seinem total misslungenem Gastspiel an der Erft beim Regionalligisten Rot-Weiss Cuxhaven untergekommen, ist nach fünf Spielen mit 14,8 Punkten im Schnitt Topscorer seines neuen Teams. So ganz überraschend ist das für Oehmen freilich nicht: "Wir wissen, dass er werfen kann, deswegen hatten wir ihn ja damals geholt."

Wie so viele Mannschaften in dieser Saison setzt der Tabellenelfte (1/4 Siege) auf Hilfe aus dem Ausland: Die wichtigsten Spieler neben Marcic sind der aus Sechtem gekommene Niederländer Dyon Doekhi (12,0 Punkte), der 2,01 Meter große US-Forward Chris Lee (12,8) und der Ukrainer Yuliy Arabadzhiyski, der seine 2,04 Meter bislang für durchschnittlich 9,0 Punkte einsetzt. Einzig wirklich relevanter Akteur mit einem deutschen Pass ist der 21-jährige Bastian Landgraf (9,4).

Quelle: NGZ
 
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