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Bei den Tigers sind die Rollen ganz klar verteilt

Lokalsport: Bei den Tigers sind die Rollen ganz klar verteilt
Nach dem Ausfall von Seraphina Asuamah-Kofoh erhält die junge Bulgarin Yanina Todorova eine Chance, ihr großes Talent zu zeigen. FOTO: Wolfgang Rommerskirchen
Neuss. Morgen empfängt der mit zwei Siegen in die Saison gestartete Basket-ball-Zweitligist die Bender Baskets Grünberg in der Elmar-Frings-Halle. Von Dirk Sitterle

Als Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga Nord empfängt die TG Neuss morgen (16.30 Uhr, Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße) die Bender Baskets Grünberg. Hört sich gut an, zumal die Mädels von Trainerin Janina Pils auf dem Weg an die Spitze in den Bergischen Löwen (72:60) und Opladen (83:77) zwei durchaus stark einzuschätzende Teams geschlagen haben.

Und leichter wird es auch im dritten Match nicht, denn die im Basketball Teil- und Vollzeitinternat Grünberg ausgebildeten Schützlinge von Coach Aleksandra Kojic haben ihre Klasse bereits nachgewiesen: Zum Auftakt setzte es gegen den Aufstiegskandidaten GiroLive Panthers Osnabrück eine mehr als unglückliche 66:67-Niederlage. Dabei lagen die Mittelhessen vier Sekunden vor Schluss sogar mit 66:64 vorne, hörten dann aber in Erwartung einer von Kojic beantragten Auszeit auf zu verteidigen und kassierten durch einen "Buzzer-Beater" der kurz hinter der Mittellinie stehenden Ex-Neusserin Dara Taylor noch die entscheidenden drei Punkte. In Verbindung mit dem deutlichen 85:68-Erfolg vom Dienstag über den Neuling Citybasket Recklinghausen ergebe das, so Janina Pils, auf jeden Fall einen "guten Start in die Saison".

Verantwortlich dafür sind zwei Importe aus Übersee: Gegen Recklinghausen markierte Celia Marfone 23 Punkte. Das 1,83 Meter große US-Girl kennt sich in Deutschland aus, zeigte in der vergangenen Saison im Trikot des Süd-Zweitligisten HTG Bad Homburg, dass "sie sowohl am Brett als auch von außen punkten" kann, sagt ihre Trainerin. Margaret Proffitt kommt direkt von Division-I-College Central Arkansas. Der 21 Jahre alte Shooting Guard (1,70 Meter) markierte gegen Recklinghausen 24 Punkte.

Janina Pils hat die beiden Spiele des US-Duos seziert und ist zu der grundsätzlichen Erkenntnis gekommen, "dass das zwei gute und solide Amerikanerinnen sind. Die machen ganz unaufgeregt ihren Job." Isabell Meinhart (23) sammelte in Marburg und Oberhausen schon Erstliga-Erfahrung und gilt damit als Leitwölfin für die Frischlinge Paula und Charlotte Koch, Marie Reichert und Hanna Reeh. "Alles gute, talentierte Mädchen", sagt Janina Pils und fügt mit Blick auf ihre Trainerkollegin Aleksandra Kojic abschließend hinzu: "Das Team ist gut gecoacht. Das macht den Unterschied."

Ihre Hausaufgaben gemacht hat aber auch Janina Pils. Die beiden Auftaktsiege erfüllen die 34-Jährige vor allem deshalb mit Genugtuung, "weil uns das Umfeld viel zu negativ sieht." Dass in ihrem Kader die Hauptrollen mit Briana Williams, Julia Duggan, Jana Heinrich, Franziska Worthmann und Karo Tzokov eindeutig besetzt sind, findet sie indes ziemlich normal. "Die Rollen sind ganz klar verteilt. Auch die Mädchen, die von der Bank kommen, kennen ihre Rollen - und wollen besser werden. Wenn wir in der Lage wären, auf den hinteren Positionen eine Spielerin zu beschäftigen, die eine Partie alleine entscheiden kann, wären wir ein Aufstiegskandidat." Dass bei den Tigers auch in dieser Saison viel Qualität von der Bank kommt, bewies Seraphina Asuamah-Kofoh in den beiden ersten Partien. Darum ist es ausgesprochen dumm, dass die nur 1,60 Meter große Aufbauspielerin wegen einer Stufenfahrt mit der Schule morgen ausfällt. Das bringt ihre Trainerin aber nicht um den Schlaf: "Natürlich hätte ich sie gegen Grünberg lieber dabei. Aber ich bin fest davon überzeugt, das können auch andere."

Die junge Bulgarin Yanina Todorova etwa. Die U18-Nationalspielerin spielte im Aufbau hinter Williams und Asuamah-Kofoh bislang nur die dritte Geige, habe sich aber ihren Einsatz verdient, sagt Pils: "Sie kann richtig gut Basketball spielen."

Quelle: NGZ
 
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