| 00.00 Uhr

Lokalsport
Beider Ziel heißt direkte Qualifikation

Rhein-Kreis. Handball: Erstmals starten zwei Mannschaften aus dem Rhein-Kreis in der A-Jugend-Bundesliga. Von Volker Koch

Das Ziel ist gleich, die Voraussetzungen unterschiedlich. Sowohl der TSV Bayer Dormagen als auch der Neusser HV haben sich für die heute und morgen startende Saison in der A-Jugend-Bundesliga die direkte Qualifikation für die kommende Spielzeit, also mindestens einen Platz unter den besten Sechs der Gruppe West, auf die Fahnen geschrieben. Doch während die Dormagener Nachwuchs-Handballer trotz einiger altersbedingter Abgänge auf die Erfahrung der Vorsaison aufbauen können, in der sie als West-Meister bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft vordrangen, betritt der NHV Neuland.

Und das im doppelten Sinne. Denn erstmals überhaupt in der Vereinsgeschichte hat eine männliche Jugend der Neusser den Sprung in die Bundesliga geschafft. Und das mit einem für die Qualifikation im Frühjahr neuformierten Team unter Neu-Trainer Mark Dragunski. Der sagt denn auch: "Wir sind zwar erstmals im Konzert der Großen dabei, haben aber auch unsere Ambitionen. Unser Ziel ist es, uns über Platz sechs auch direkt für die Jugend-Bundesliga 2017/18 zu qualifizieren. Das wird ein schwerer Weg, aber wir wollen das Optimum herausholen."

Der Auftakt heute Abend (19 Uhr, Sporthalle Wittkulle in Solingen) hat es gleich in sich für die Neusser: Denn Gastgeber Bergischer HC ist nicht nur ein direkter Konkurrent um Platz sechs, auf seiner Bank sitzt zudem Jens Sieberger. Der trainierte bis Oktober vergangenen Jahres den NHV-Nachwuchs, wurde dann kurzzeitig Nachfolger von Rene Witte beim Neusser Drittligateam und zum Jahreswechsel schon wieder gegen Ceven Klatt ausgetauscht. "Das ist auch eine ganz veränderte Truppe. Durch den neuen Trainer Mark Dragunski sind viele neue Spieler dazugekommen, das ist schon ein richtig guter Gegner mit viel Potenzial. Ich denke aber, dass die irgendwo noch in unserer Reichweite liegen", sagt Sieberger über den Auftaktgegner.

Auch Dormagen startet morgen (16 Uhr, Bayer-Sportcenter) im Spiel gegen TuSEM Essen mit einem Duell gegen einen der vermeintlich direkten Konkurrenten. Schließlich hätte Trainer Ulli Kriebel gegen eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs nichts einzuwenden: "Wenn alles passt, kann es auch für einen der ersten beiden Plätze reichen." Und da sieht er wie im Vorjahr GWD Minden, VfL Gummersbach und Essen als die Hauptkonkurrenten - kurioserweise auch die Gegner in den ersten drei Saisonspielen.

Kriebel spricht deshalb von einem "extrem schweren Auftakt. Wir werden versuchen, uns in diesen Spielen eine möglichst gute Ausgangsposition zu verschaffen." Vorrangiges Ziel ist jedoch die direkte Bundesliga-Qualifikation "und die weitere Förderung und Ausbildung der Spieler." Wobei die Jugend-Nationalspieler Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado und Daniel Andrejew parallel auch im Dormagener Drittliga-Team zum Einsatz kommen sollen. "Wir dürfen aber niemanden verheizen und müssen wie schon in der letzten Saison darauf achten, dass die Regeneration nicht zu kurz kommt", sagt Kriebel. Verzichten muss er zunächst auf Sebastian Paepenmöller, der sich das Kreuzband gerissen hat.

Auch Dragunski hält Minden, Gummersbach und Dormagen für die Top-Favoriten in der Westgruppe. Zum ersten direkten Duell der beiden Kreisrivalen kommt es übringens am 15. Oktober (16 Uhr) in der Neusser Hammfeldhalle.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Beider Ziel heißt direkte Qualifikation


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.