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Bezirksliga: DJK knackt desolate Uedesheimer

Lokalsport: Bezirksliga: DJK knackt desolate Uedesheimer
Durchgesetzt: Pavel Kmiotek (vorn) nutzte mit seiner DJK Gnadental die katastrophalen Fehler von Michael Maschkes Uedesheimern gnadenlos aus. FOTO: woi
Rhein-Kreis. Mit solchen Auftritten hat der SV Uedesheim in der Spitzengruppe der Bezirksliga nichts zu suchen: Im Lokalduell gegen die DJK Gnadental hat der SVÜ eine saftige 2:4-Packung (0:3) einstecken müssen, die durch die beiden Anschlusstore in den letzten fünf Spielminuten sogar noch geschönt wurde. Katastrophale Abwehrfehler machen es den Gästen dabei einfach. Von Christos Pasvantis

"Wir haben es einfach mehr gewollt, das hat man ja gesehen", fand DJK-Coach Jörg Ferber, der mit dieser Einschätzung die uneingeschränkte Zustimmung seines Gegenübers Ingmar Putz erhielt: "Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und waren überhaupt nicht im Spiel. Das Ergebnis ist dann halt das Produkt, das bei unserer Einstellung herausgekommen ist." Was der Trainer vom desolaten Auftritt seines Teams in der ersten Hälfte hielt, machte er mit der Höchststrafe von drei Wechseln zur Pause deutlich - Lars Wyschanowski, Thomas Maschke und Senol Eren kamen für Selcuk Eren, Marcel Spanier und Michael Maschke. Gebracht hat es freilich nichts mehr, da die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt bereits uneinholbar in Rückstand lagen.

Die Partie hatte mit zwei guten Chancen für Uedesheim dabei noch verheißungsvoll angefangen. Nachwuchsstürmer Alexander Nuss wurde bei der ersten Gelegenheit elfmeterwürdig gefoult, die zweite vergab er gegen den starken DJK-Torwart Nico Bayer kläglich. Direkt im Anschluss servierte die Uedesheimer Hintermannschaft danach aber Möglichkeiten auf dem Silbertablett: Unbedrängt spielte Benedikt Günther einen haarsträubenden Fehlpass, den Gnadentals Kapitän Pavel Kmiotek mit dem Führungstor bestrafte (18.), nur zwei Minuten später ging Daniel Förster deutlich energischer als Michael Maschke zum Kopfball und erhöhte nach Flanke von Maik Ferber. Höhepunkt war allerdings das 0:3, als der für den grippekranken Mehmet Bozkir spielende Ersatztorwart Lukas Herbrand bei einem harmlosen, zu lang geratenen Gnadentaler Passversuch völlig wirr daneben grätschte und Ali Gürcali ins leere Tor schießen durfte. Vorläufiger Schlusspunkt war das 4:0 als, natürlich erneut nach Uedesheimer Fehlpass, Kmiotek einen schönen Konter erneut abschließen durfte (56.).

Nuss (85.) und Thomas Maschke (90.) zeigten für den SVÜ in der Schlussphase immerhin, dass es theoretisch gegangen wäre und sorgten damit auch beim maßlos enttäuschten Trainer Putz, der über das Spiel ansonsten wenig Worte verlieren wollte, für einen Hoffnungsschimmer: "Vielleicht war es ganz gut, dass die Jungs gesehen haben, dass es möglich wäre."

Gnadental, für das der ehemalige Kapellener Alen Jakupova sein erstes Spiel machte und mit Kmiotek, Förster und Ferber eine gefährliche Offensive komplettierte, bewies hingegen seine Konterstärke. Coach Ferber war glücklich: "Wir haben genau umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, sind energisch in die Zweikämpfe gegangen und haben dann schnell nach vorne gespielt und gekontert." Die beiden Gegentore seien der Nachlässigkeit geschuldet gewesen: "Da waren wir nicht mehr konzentriert genug." Generell sieht er Gnadental nun auf einem guten Weg: "Wir haben heute gezeigt, was wir können. Wenn man 13 neue Spieler einbauen muss, dann braucht das halt seine Zeit. Wir müssen es jetzt schaffen, an diese Leistung anzuknüpfen, dann sind wir nämlich eine Mannschaft, die mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben muss."

Quelle: NGZ
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