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Lokalsport
Bezirksliga: Gnadental trifft das Tor einfach nicht

Gnadental. Besonders hohe Fußballkunst war es nicht, die am Mittwochabend auf dem Rasenplatz der DJK Gnadental zu begutachten war. Vielmehr drängte sich nach dem 0:0 der Neusser gegen den FC Delhoven das Gefühl auf, dass beide Mannschaften am Saisonende eher am unteren Ende der Bezirksliga-Tabelle zu finden sein könnten. In einer hektischen und zerfahrenen Partie hätten dabei beide Teams die Chancen zum Sieg gehabt. Von Christos Pasvantis

Dies galt insbesondere für Gnadental, das sein starkes Offensivpotenzial mit Maik Ferber und Daniel Förster zwar vor allem in schnellen Umschaltsituationen häufig andeuten, aber nie nutzen konnte. "Da waren einige Dinger dabei, wo es eigentlich schwerer war, ihn nicht reinzumachen", fand Trainer Jörg Ferber. So bediente dessen Sohn Maik seine Stürmer gleich mehrfach mit starken Flanken von der linken Seite, vor allem zweimal Förster verpasste die zwingende Führung aber aus kurzer Distanz (31. und 49.). Das gleiche traf auch auf Pavel Kmiotek (65.) und Ugur Celik (78.) zu, die jeweils völlig allein in den Delhovener Strafraum spazieren konnten. "Ugur hätte sich vor dem Schuss sogar noch ein Brot schmieren können", fand der Coach. Geholfen hat es nichts, am Ende verpasste die DJK das Siegtor in mindestens vier Situationen kläglich.

Dementsprechend glücklich konnte Delhoven mit der zweiten Nullnummer im zweiten Spiel sein, schließlich fiel dem Aufsteiger im Spiel nach vorne kaum etwas ein. Zu seinen Chancen kam der FC aber trotzdem, weil auch die Gnadentaler Abwehr in mehreren Szenen teils vogelwild agierte. So schätzte Routinier Mehmet Yilmaz einen langen Ball völlig falsch ein, ohne dafür von Stürmer Felix Frason bestraft zu werden (43.). Der eigentlich eiskalte Torjäger ließ auch in Minute 56 seine Abschlussstärke vermissen, als er nach einem katastrophalen Fehler von Torben Krüger alleine auf das Tor zulief, die Szene statt mit einem Schuss aber mit einem schlechten Pass zunichte machte. "Wenn wir Pech haben, stehen wir nach der Aktion am Ende sogar mit leeren Händen da", weiß Ferber.

Über die schwache Qualität des Spiels konnten aber auch die zahlreichen guten Tormöglichkeiten nicht hinwegtäuschen. Denn vor allem in der ersten Halbzeit lief die Partie eigentlich stets nach dem gleichen Muster ab: Lange, erfolglose Bälle in die Spitze, daraufhin harte Zweikämpfe im Mittelfeld, Ballverluste und das Gleiche von vorne. "Das Wichtige ist, dass wir wieder zu Null gespielt haben und hinten gut standen", hielt der DJK-Coach fest. Besserung sieht er indes erst dann, wenn er seine insgesamt zwölf Neuzugänge vernünftig einbauen kann: "Es ist schwierig, sich einzuspielen, wenn du einerseits so viele neue Gesichter einbauen musst, andererseits aber immer wieder viele von denen fehlen. Wir werden noch ein paar Wochen brauchen, bis wir soweit sind."

Am Sonntag wird es bei der SG Unterrath wohl nicht leichter werden. Delhoven ist derweil bereits heute (19.30 Uhr) gegen den Lohausener SV gefordert.

Quelle: NGZ
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