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Bezirksliga: Otten geht zum TuS

Lokalsport: Bezirksliga: Otten geht zum TuS
Hält es nicht lange ohne Fußball aus: Hermann-Josef "Dicky" Otten coachte noch bis Ende Januar den Landesligisten VfL Jüchen/Garzweiler. FOTO: Lothar Berns
Rhein-Kreis. Der Fußball-Bezirksligist TuS Grevenbroich richtet sich im Sommer mit einem altbekannten Gesicht neu aus. Zum Topspiel erwartet die SG Kaarst den Spitzenreiter, Gnadental und Holzheim stehen im Abstiegskampf vor möglicherweise entscheidenden Spielen. Von Christos Pasvantis

PSV Mönchengladbach (16.) - TuS Grevenbroich (7.). Die Nachfolgersuche für Trainer André Theißen, dessen zum Saisonende auslaufenden Vertrag der TuS nicht verlängert hat, ist in Grevenbroich zu einem schnellen Resultat gekommen: Hermann-Josef "Dicky" Otten übernimmt ab Sommer im Schlossstadion. "Der Vorstand hat die Erwartung, dauerhaft zumindest die Landesliga wieder in Angriff zu nehmen. Der TuS Grevenbroich setzt auf Langfristigkeit, um den Neustart beim Traditionsverein sportlich umzusetzen. Hierbei wollen wir künftig vor allem auf unsere eigenen Nachwuchsspieler setzen, was auch für Otten klar im Fokus steht", sagt der Abteilungsvorsitzende Friedel Geuenich.

Otten, der sich nach Meinungsverschiedenheiten über die sportliche Ausrichtung Anfang des Jahres überraschend nach nur einem halben Jahr vom Landesligisten VfL Jüchen/Garzweiler getrennt hatte, hat klare Erwartungen an seine neue Mannschaft: "Meine Handschrift werden die Jungs noch erlernen müssen, da ist jeder Trainer anders. Ich bin und lebe Fußball so lange ich denken kann und erwarte dies auch von meinen Spielern." Der 47 Jahre alte Noch-Trainer Theißen war von der bevorstehenden Trennung bekanntlich nicht begeistert, wird im heutigen Gastspiel beim PSV (Anpfiff 20 Uhr) aber wohl wieder als Torwart seine Knochen hinhalten: "Das mache ich vor allem für die Jungs, denn die sind richtig in Ordnung." An ein richtiges Fußballspiel sei auf dem vielkritisierten Aschenplatz des PSV allerdings kaum zu denken: "Das ist ehrlich gesagt mehr ein Real-Parkplatz als ein Fußballfeld."

SG Kaarst (5.) - TSV Bayer Dormagen (1.). Mit nur noch sechs Zählern Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Meerbusch II liegt Kaarst wieder in Reichweite des Relegationsplatzes. Im Duell gegen Tabellenführer TSV Bayer Dormagen kann sie am Sonntag ab 15 Uhr nun beweisen, ob es für ganz oben reichen kann. "Es sind noch 27 Punkte zu vergeben, da sind diese sechs Punkte Abstand natürlich nicht ganz unrealistisch", glaubt auch SG-Trainer Dirk Schneider, der vor Dormagen allerdings größten Respekt hat: "Die elf Punkte bis zu denen werden wir auf keinen Fall mehr aufholen. Dormagen spielt extrem konstant und ist für mich ohne Frage die beste Mannschaft der Liga."

Gegenüber Carlos Perez, der sich unter der Woche einer Knie-OP unterziehen musste, seinem Team am Sonntag aber auf Krücken beistehen wird, freut sich auf die Partie: "Wir wissen genau, was uns erwartet, nämlich ein Spiel auf Augenhöhe. Für Kaarst ist es die vielleicht letzte Chance auf Platz zwei, deswegen werden die alles geben." Vorfreude hat der TSV-Coach auch auf den Kaarster Kunstrasen, "musste" seine Elf doch fünf der ersten sechs Spiele des Jahres zu Hause am Höhenberg bestreiten: "Unser Rasen ist mittlerweile leider eine einzige Katastrophe, daher freuen sich die Jungs auf diesen schönen, neuen Kunstrasen."

Sportfreunde Neuwerk (13.) - DJK Gnadental (11.). Für die DJK wären drei Punkte womöglich schon die halbe Miete im Abstiegskampf. Gnadental, aktuell mit sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, hat sich beim 3:3 gegen Strümp zumindest teilweise für seine Niederlagenserie rehabilitiert. Trainer Jörg Ferber glaubt an die Wende: "Ich bin optimistisch. Wir haben letzte Woche gezeigt, dass es noch geht." Um die Abwehr, die 22 Gegentore in den vergangenen vier Spielen kassierte, zu stabilisieren, hat er einfache Lösungsvorschläge: "Wir müssen uns das nötige Selbstvertrauen erarbeiten, von der ersten Minute an hellwach sein und auch nach Fehlern ruhig bleiben."

VfL Willich (14.) - Holzheimer SG (12.). Dasselbe Szenario erwartet auch die HSG, die einen Punkt weniger als Gnadental auf dem Konto hat. "Das ist ein extrem wichtiges Spiel, aber natürlich nicht nur für uns", weiß Trainer Guido van Schewick, der - ganz im Gegensatz zur DJK - vor allem die Probleme vor dem gegnerischen Tor in den Griff bekommen muss: "Wir müssen da dringend abgezockter mit unseren Chancen umgehen und uns für den Aufwand belohnen, den wir viermal pro Woche betreiben."

1. FC Mönchengladbach II (9.) - SC Kapellen II (8.). Im vermutlichen unwichtigsten Spiel der ganzen Saison treffen zwei Zweitvertretungen aufeinander, die sowohl von Auf- als auch von Abstiegskampf meilenweit entfernt sind. Eine Tatsache, die für den verletzungsgebeutelten SCK sogar schon als Erfolg gewertet werden darf.

Quelle: NGZ
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