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Blau-Weiss Neuss will heute in Iserlohn kein Risiko eingehen

Lokalsport: Blau-Weiss Neuss will heute in Iserlohn kein Risiko eingehen
Soll heute am Seilerblick in Iserlohn sein Saisondebüt für den TC Blau-Weiss in der Zweiten tennis-Bundesliga geben: der Rumäne Adrian Ungur. FOTO: -woi
Neuss. Tennis-Zweitligist reist mit starker Formation zur "Wundertüte" der Liga. Am Sonntag folgt das Heimspiel gegen den Club an der Alster. Von Volker Koch

Es sind die Freitagspiele, die den Aufstiegskampf in der Zweiten Tennis-Bundesliga Nord entscheiden könnten. Denn an diesen wenig beliebten Terminen haben die Teamchefs wegen der zeitgleich laufenden Turniere in aller Welt oftmals Probleme, eine schlagkräftige Formation auf die Asche zu bringen.

Marius Zay kann davon ein Lied singen. Vor Wochenfrist musste der Teamchef des TC Blau-Weiss Neuss seine drei "Spielertrainer"-Kollegen Clinton Thomson, Kevin Deden und Sascha Klör aufbieten, um gegen den Oldenburger TeV überhaupt sechs Einzel bestreiten zu können. Entsprechend mühevoll kam der 6:3-Sieg des Erstliga-Absteigers zustande. Nun wartet heute ab 13 Uhr auf der Anlage am Seilerblick mit dem TC Iserlohn ein Kontrahent, der ein ganz anderes Kaliber darstellen könnte als die Oldenburger.

Wohlgemerkt, könnte. Denn die Iserlohner sind ein bisschen die "Wundertüte" der Liga. Zum Auftakt boten sie beim 6:3 gegen Oldenburg alles auf, was ihr Aufgebot hergibt: Den Spanier Guillermo Garcia Lopez (war zu besten Zeiten mal Nummer 23 der Weltrangliste, zur Zeit 131.) an Position eins, dahinter die Tschechen Vaclav Safranek (203) und Jan Mertl (427) und den Argentinier Agustin Melotti (256). Fünf Tage später, beim 3:6 in Versmold, liefen hinter Velotti die Nummer neun bis 13 ihrer Meldeliste auf, während beim darauffolgenden 5:4 über BW Berlin wieder Safranek, Velotti und Mertl dabei waren. Wer heute spielt, ist ungewiss.

"Wir rechnen mit allem, auch mit Garcia-Lopez", sagt Marius Zay. Weil das aber dem berühmten Lesen aus dem Kaffeesatz gleicht, will er sich allzu lange nicht mit der vermeintlichen oder tatsächlichen Aufstellung des Gegners aufhalten: "Wir haben lieber darauf geachtet, dass wir selbst eine schlagkräftige Truppe aufbieten können", sagt der Teamchef. Mit den Niederländern Botic Van De Zandschulp und Niels Lootsma, inzwischen einträchtig auf die Plätze 308 und 310 geklettert und den Doppelspezialisten Frederik Nielsen und Hans Podlipnik-Castillo hat der Neusser Teamchef seine "Kerntruppe" beisammen. Der aus Erstliga-Zeiten übrig gebliebene, nach Verletzung wieder einsatzbereite Adrian Ungur (ATP 421) soll sein Saisondebüt geben. Und für den noch freien Platz, entweder ganz oben oder ganz unten in der Aufstellung, kommen die Bundesliga-Debütanten Bernabe Zapata Miralles (Spanien, 286) oder Mate Valkusz (Ungarn, 1010) in Frage.

Für Sonntag, wenn ab 11 Uhr der Club an der Alster Hamburg an der Jahnstraße gastiert, plant Zay mit dem gleichen Kader. Doch mit diesem Spiel will er sich noch nicht beschäftigen: "Iserlohn wird schwierig genug." Denn im Fernduell mit TP Versmold dürfen sich die Neusser keinen Ausrutscher erlauben - zumal Versmold die Hürde Iserlohn bereits erfolgreich gemeistert hat.

Quelle: NGZ
 
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