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Lokalsport
Blau-weisser Abstieg ist besiegelt

Neuss. Zum dritten Mal nach 1995 und 1998 muss der TC BW Neuss die Tennis-Bundesliga verlassen. Von Volker Koch

Seit 17.20 Uhr am gestrigen Nachmittag steht der TC Blau-Weiss Neuss als erster von insgesamt zwei Absteigern aus der Tennis-Bundesliga fest: Nach der 2:4-Niederlage beim TK Grün-Weiss Mannheim kann der Rekordmeister auch rein rechnerisch nicht mehr den Klassenverbleib schaffen.

Die letzte Partie am Sonntag bei Blau-Weiss Krefeld, das gestern sang- und klanglos mit 0:6 beim Gladbacher HTC unterging, ist jetzt nur noch reines Schaulaufen. Statt auf die eigenen Ergebnisse werden die Neusser dann eher auf den Live-Ticker aus Bruckmühl schauen und paradoxerweise dem eher ungeliebten Lokalrivalen Rot-Weiss Köln die Daumen drücken. Verlieren die Kölner nämlich das "Abstiegs-Endspiel" im Allgäu mit 1:5 oder 0:6, begleiten sie Neuss in die Zweite Liga - und wären in der kommenden Saison in der Nordgruppe voraussichtlich ein mehr als hartnäckiger Rivale im Kampf um den direkten Wiederaufstieg.

Ein "Endspiel" gibt es auch um den Deutschen Meistertitel, wenn der Gladbacher HTC am Sonntag TK Kurhaus Lambertz Aachen empfängt. Der Sieger, egal mit welchem Ergebnis, steht als neuer Titelträger fest. Trennen sich die beiden Unentschieden, könnte der Rochusclub Düsseldorf mit einem Sieg egal in welcher Höhe beim schon geretteten Aufsteiger Blau-Weiss Aachen noch an dem Duo vorbeiziehen und den ersten Meistertitel seiner Bundesliga-Geschichte feiern.

Blau-Weiss Neuss, für das gestern Tom Schönenberg gegen den Ex-Neusser Peter Gojowczyk (gab beim Stande von 3:6, 5:5 aus seiner Sicht wegen einer Handgelenksverletzung auf) und das Doppel Jeremy Jahn/Clinton Thompson (4:6, 6:3, 10:8) die Punkte holten, droht erstmals in 36 Spielzeiten der Tennis-Bundesliga seit dem Aufstieg 1978 ohne Sieg zu bleiben. Für die Neusser ist es der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte: 1994, unmittelbar nach dem Gewinn des zehnten und letzten Deutschen Meistertitels, zog Mäzen Ernst-Ludwig Hansmann das Team wegen vertraglicher Differenzen mit zwei Spielern aus der Ersten Liga zurück, drei Jahre später fehlte ein Punkt zum Klassenerhalt. Beide Male folgte der direkte Wiederaufstieg - und 2017?

Quelle: NGZ
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