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Blau-weisser Titelkampf droht zäh zu werden

Lokalsport: Blau-weisser Titelkampf droht zäh zu werden
Botic Van De Zandschulp kann bei einem heutigen Sieg gleich in seiner ersten Saison für den TC Blau-Weiss erleben, wie in Neuss Titel gefeiert werden. FOTO: -woi
Neuss. Geht es heute statt auf Asche in die Tennishalle, könnte die Partie gegen BW Berlin zum Marathonmatch werden für Blau-Weiss Neuss. Von Volker Koch

Aus dem Kampf um den Meistertitel in der Zweiten Tennis-Bundesliga Nord könnte heute ein zähes Ringen werden für den TC Blau-Weiss Neuss. Das hat weniger sportliche denn witterungsbedingte Gründe: Geht es angesichts des angekündigten Dauerregens in die vereinseigene Halle auf dem Gelände des Jahnstadions, droht aus der um 13 Uhr beginnenden Partie gegen den TC Blau-Weiss Berlin ein Marathonmatch zu werden.

Denn dort stehen nur zwei Plätze zur Verfügung. "Laut Auskunft des DTB ist das ausreichend", sagt Marius Zay nach einem Telefonat mit der spielleitenden Stelle des Deutschen Tennisbundes (DTB). Der Neusser Teamchef will deshalb im Falle des Falles von einem Umzug in die Büttgener Tespo absehen, nimmt dafür in Kauf, dass das Match und damit auch der Titelkampf erst am (späten) Abend entschieden sein könnte. "Verlässt du die Anlage, ist die Stimmung hinüber", lautet seine nachvollziehbare Begründung, warum er lieber an der Jahnstraße bleibt. Seine Hoffnung: "Vielleicht haben wir ja Glück und können zumindest die ersten Spiele draußen austragen", wird von den einschlägigen Wetterdiensten nicht gerade mit Nahrung gefüttert - die Entscheidung, ob heute auf Asche oder Teppichboden gespielt wird, trifft ohnehin der Oberschiedsrichter.

Auf die Mannschaftsaufstellung hat der drohende Umzug auf den deutlich schnelleren Hallenbelag keine Auswirkungen: "So kurzfristig können wir nicht reagieren", sagt Zay, "der Kader für das heutige Match steht ja schon seit ein paar Tagen fest." Er wird angeführt vom Franzosen Maxime Janvier (20), der als Nummer 231 am höchsten auf der Weltrangliste notiert wird, bei seiner Premiere in Suchsdorf, als er seinem Landsmann Arthur Rinderknech glatt mit 2:6, 2:6 unterlag, seine Liga-Tauglichkeit aber noch nicht unter Beweis stellen konnte. "Weil er sehr nervös war und sich wohl zu viel vorgenommen hatte", sagt Zay und hofft auf Besserung.

Hinter Janvier soll der Spanier Bernabe Zapata Miralles (20, ATP 293) sein bereits zwei Mal verschobenes Debüt geben. Die Niederländer Botic Van De Zandschulp (21, ATP 314), Niels Lootsma (22, ATP 319) und der Ungar Mate Valkusz (18), als ehemaliger Spitzenreiter der Junioren-Weltrangliste sicher stärker einzustufen als sein augenblickliches ATP-Ranking (1031), sollen dann ebenso sichere Punktesammler sein wie einer der "Spielertrainer" an Position sechs. "Ob Kevin (Deden) oder Clinton (Thomson) spielen, sollen die beiden unter sich ausmachen", hat Zay volles Vertrauen in seine Kollegen aus dem Trainerstab. Die bisherigen Bilanzen geben ihm Recht: Kevin Deden ist bei vier Einsätzen noch ungeschlagen, Clinton Thomson hat eine 2:2-Bilanz in den Einzeln, musste dafür aber auch ein Mal an Position vier und zwei Mal an fünf auflaufen.

Wen die Berliner, die zum Klassenverbleib noch mindestens einen Sieg benötigen, dagegen setzen, ist vollkommen offen. Meist liefen sie mit dem Serben Miljan Zekic (29, ATP 279) an eins auf, der keines seiner drei Spiele gewinnen konnte. Je ein Mal schlüpften die Portugiesen Pedro Sousa (29, ATP 126) und Joao Domingues (23, ATP 183) in die Rolle des Spitzenspielers. Beim bislang einzigen Sieg - am ersten Spieltag gab es ein 6:3 beim Club an der Alster in Hamburg - war es der Este Jurgen Zopp (29, ATP 351), der auch mal in Neuss unter Vertrag stand. Dahinter folgen, angeführt von Bastian Wagner (23, ATP 836) und dem Deutsch-Chilenen Laslo Urrutia Fuentes (27, ATP 591) weitgehend deutsche Spieler.

Ob angesichts dieser Konstellation ein Umzug in die Halle Vor- oder Nachteil bedeuten würde, darüber will Marius Zay erst gar nicht spekulieren: "Ich denke, das hebt sich auf. Unsere Niederländer oder Maxime Janvier sollten auf Teppich gut zurecht kommen, andere weniger." Für den Neusser teamchef zählt heute ohnehin nur eins: "Wir wollen Meister werden, egal wie."

Quelle: NGZ
 
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