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Lokalsport
Borussia Mönchengladbach legt personell nicht nach

München. Sportdirektor Max Eberl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat einer Erweiterung des Kaders trotz offensichtlicher Probleme mit der Dreifachbelastung und des aktuellen Verletzungspechs eine Absage erteilt. "Den Kader größer aufzustellen, macht keinen Sinn, dann hast du Unzufriedenheit", sagte Eberl nach dem 0:2 (Halbzeit 0:2) bei Bayern München. Der Kader der Borussia sei "groß genug für drei Wettbewerbe", ergänzte er. "Wenn man in allen drei Wettbewerben den Titel holen will, dann reicht das nicht, aber das ist nicht unser Anspruch."

Die Schwächen in der Offensive (zehn Tore in acht Ligaspielen) führte Eberl auf die personellen Probleme zurück. "Dir fehlt Raffael, dir fehlt Thorgan Hazard. Du hast Andreas Christensen nicht dabei, Josip Drmic nicht dabei, das wird länger dauern", sagte er. Für die schwache Vorstellung in München sei aber nicht der Kräfteverschleiß verantwortlich zu machen, sondern die Tatsache, "dass wir noch nicht soweit sind. Wir sind noch weit weg von einer Spitzenmannschaft, das meine ich gar nicht abwertend. Das ist die Wahrheit. Dieses Niveau haben wir noch nicht." Das Topspiel gegen Mönchengladbach nutzten die Münchner eine Spielhälfte lang zu einer Demonstration der Stärke. Arturo Vidal (16. Minute) und Douglas Costa (31.) sorgten vor 75.000 Zuschauern in der Münchner Fußball-Arena nach zwei Remis wieder für einen Ligasieg. Nach der Pause ließ es der Tabellenführer etwas zu locker angehen. Gladbach wäre fast beim Aluminiumtreffer von André Hahn zurückgekommen (71.).

Mit dem Schwung vom 4:1 aus der Champions League gegen Eindhoven legte der deutsche Rekordmeister mit hoher Intensität los. Die Münchner ließen Ball und Gegner laufen, die Gladbacher rannten nur hinter- oder nebenher. Gegen früh störende Bayern mussten die Gäste viele lange Bälle schlagen, die schnell abgefangen wurden. So rollte Angriff auf Angriff aus das Borussen-Tor zu. Die erste Spielhälfte wurde zur Aufführung der durch Trainer Carlo Ancelotti neu ins Team rotierten Stars. Rafinha, der als Ersatz für den geschonten Kapitän Philipp Lahm bei einer feinen Einzelleistung ein noch früheres 1:0 verpasst hatte (9.), legte sieben Minuten später vom rechten Flügel für Torschütze Vidal auf. Der nach einer Sprunggelenksblessur zurückgekehrte Chilene setzte sich dynamisch gegen die schläfrigen Nico Elvedi und Julian Korb durch und köpfte zu seinem ersten Liga-Saisontor ein. Beim zweiten Tor profitierte der wie Rafinha, Vidal und Javi Martínez neu ins Team beorderte Costa von einem Fehler von Oscar Wendt. Trainer André Schubert versuchte nach dem Seitenwechsel mit einigen Umstellungen mehr Zugriff auf das bis dato nahezu fehlerfreie Kombinationsspiel der Bayern zu bekommen. Mehr und mehr tauchten die Gladbacher auch vor dem gegnerischen Tor auf. Hahn (71.) hätte die Nachlässigkeit nach einer Flanke des eingewechselten Tony Jantschke fast bestraft.

(sid)
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