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Lokalsport
Bresser schießt SCK in Runde zwei

Rhein-Kreis. Kapellen und Bedburdyck/Gierath gewinnen im Niederrheinpokal turbulent. Von Christos Pasvantis

In der ersten Runde des Niederrheinpokals fehlt bei Bezirksliga-Aufsteiger Gierath und Oberligist Kapellen noch die Ordnung, im Angriff scheint es allerdings zu laufen. Nicht so beim Landesligisten Nievenheim, der sich in Rheydt blamiert. Kleinenbroich ist gegen Bedburg-Hau chancenlos.

Sportfreunde Hamborn - SC Kapellen 3:5 nach Verlängerung (1:2, 3:4). Die mittlerweile bis in die Bezirksliga abgestürzten Hamborner machten es dem SCK schwer, der sich aber auf einen unverhofften Torjäger verlassen konnte: Jan Bresser sorgte mit vier Treffern für das Weiterkommen, darunter auch den beiden entscheidenden in der Verlängerung (105./116.). "Wir haben momentan für den Angriff niemanden, da habe ich ihn einfach vorne reingestellt", sagte Trainer Toni Molina. Bresser ist eigentlich im defensiven Mittelfeld zuhause und war ohnehin erst in der vergangenen Rückrunde aus der Zweitvertretung hochgezogen worden. Nach frühem Rückstand durch Tim Keinert (7.) drehten Bresser (24.), Marco Czempik (42.) und erneut Bresser (47.) die Partie, bevor Kai Neul (57.) und Kevin Karczewsky (89.) doch noch für den Hamborner Ausgleich sorgten. "Nach dem 2:3 sind die Nerven geflattert. Das war heute keine Glanzleistung, in der Verlängerung hatten wir aber ein paar Körner mehr", fand Molina, der gleichzeitig den Gegner lobte: "Das war heute kein Bezirksligist, gegen den wir gespielt haben. Ich glaube, dass diese Truppe selbst in der Landesliga nicht unten stehen würde."

SV Bedburdyck/Gierath - VfB Lohberg 7:4 (3:1). Elf Tore - wohlgemerkt ohne Verlängerung - gab es beim Bezirksliga-Duell zu sehen, die frühe Führung der Dinslakener durch Manuel Vitusnik (10.) drehten Ersin Deniz (15.), Marco Wenzek (24.) und Alexander Wirtz (38.). Dann ging es nach der Pause Schlag auf Schlag: Hasin Eser glich binnen drei Minuten aus (46./49.), es folgten wiederum drei Gierather Tore durch Musa Yesilbag (54.), Wenzek (61.) und Andreas Koyro (63.) in nur neun Minuten, während denen ein Lohberger zudem per Tätlichkeit vom Feld flog. Nach Stanley Andrunds Anschlusstor (73.) stellte Michael Fabry den Endstand her (75.) und ließ einen verdutzten Trainer Jürgen Steins zurück: "Das war mal ein wildes Spiel. Da hast du als Zuschauer jetzt nicht unbedingt gedacht, dass da gerade zwei Bezirksligisten gegeneinander spielen." Dabei sah er viel Licht, aber auch viel Schatten: "Unsere Konter haben wir richtig gut ausgespielt. Von der Konzentration her bin ich aber unzufrieden."

SC Viktoria Rheydt - VdS Nievenheim 1:3 (0:0). Der VdS flog am Freitag beim Kreisligsten aus dem Turnier, für den Daniel Lehnen (50.) und zweimal Matthias Kolodzej (72./74.) die Überraschung perfekt machten, während Alexander Hauptmann nur zwischenzeitlich ausgleichen konnte (61.). Trainer Thomas Bahr war bedient: "Das war blamabel, Einstellung und Siegeswillen waren bei uns nicht vorhanden. So wird es in der Landesliga selbst schwer, den Klassenerhalt zu schaffen, auch wenn das eigentlich nicht unser Ziel war."

Teutonia Kleinenbroich - SGE Bedburg/Hau 0:3 (0:0). Nichts zu holen gab es für die Teutonia, die dem Bezirksligisten eine Halbzeit lang Paroli bieten konnte, ehe Sebastian Kaul per Elfmeter (49.), Falko Hesse (70.) und Andrej Kornelsen (84.) alles klar machten.

Quelle: NGZ
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