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Büttgener gehen wieder auf große Jagd

Lokalsport: Büttgener gehen wieder auf große Jagd
Lars Teutenberg (hinten) ist heute in zwei Wochen beim "Spurt in den Mai" wieder dabei, die Derny-Motorräder bleiben diesmal jedoch in der Garage. FOTO: -woi
Büttgen. Beim Straßenrennen am 1. Mai bleibt alles wie im Vorjahr, doch der "Spurt in den Mai" am Vorabend im Sportforum erhält ein Facelifting. Von Volker Koch

Es gibt, in Berlin und Bremen, nur noch zwei Sechstage-Rennen in Deutschland. Und die Zahl der kleineren Bahnrad-Veranstaltungen in dessen einstigem Kernland lässt sich bequem an den Fingern einer Hand abzählen. Den verbleibenden Veranstaltern fällt es da immer schwerer, nicht nur die Zuschauerränge in den Hallen, sondern überhaupt die Fahrerfelder zu füllen.

Der "Spurt in den Mai", den der VfR Büttgen seit 1980 in ununterbrochener Reihenfolge am Abend es 30. April ausrichtet, bildet da keine Ausnahme. "Es gibt ja kaum noch Bahnfahrer", sagt Andreas Beikirch, der sich selbst drei Jahrzehnte erfolgreich in diesem Metier tummelte, Junioren-Weltmeister im Punktefahren und zusammen mit Andreas Kappes 2003 Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren wurde und sich jetzt als Sportlicher Leiter um die beiden Radsport-Tage seines Stammvereins kümmert.

Trotzdem wird es selbst für ihn immer schwieriger, an Fahrer zu kommen, dessen Namen nicht nur den Insidern des Bahnradsports ein Begriff sind. Mit Lucaß Liß, im vergangenen Jahr Weltmeister im Sratch und Europameister im Omnium, den Österreichern Andreas Müller und Stefan Matzner, die zusammen Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren waren, den Tschechen Martin Blaha und Jiri Hochmann, die sich diesen Titel 2010 und 2012 sicherten, und dem schier unverwüstlichen Lars Teutenberg hat er Sextett verpflichtet, das dieses Kriterium wenigstens ansatzweise erfüllt. "Ich hätte gerne noch ein paar Klassefahrer gehabt, aber da sind keine mehr", sagt Beikirch - auch, weil Lokalmatador Nils Schomber und die anderen Asse des für Rio qualifizierten Bahnvierers auf Geheiß von Bundestrainer Sven Meyer zur gleichen Zeit bei drei Straßenrennen in Dänemark an den Start gehen müssen.

Beikirch machte "aus der Not eine Tugend", wie er selbst sagt, verpflichtete statt der bislang sechs nun neun Teams und verpasste den Wettbewerben im "Großen Preis der Sparkasse" ein Facelifting. Wichtigste Änderung: Statt des Dernyrennens wird es zum Finale gegen 21.40 einen Balustradensprint und eine "Große Jagd", ein klassisches Zweier-Mannschaftsfahren nach Sechstage-Art geben. "Für die Stimmung müsste das genau das richtige sein", sagt Friedhelm Kirchhartz, Gesamtleiter von "Spurt in den Mai" und Straßenrennen am 1. Mai, zumal, wenn mit Christian Stoll ein ausgewiesener Sechstage-Experte am Mikrofon sitzt.

Alles neu macht in diesem Fall also der April und nicht der Mai. Denn an dessen erstem Tag soll, auch wenn er auf einen Sonntag fällt, beim Straßenrennen alles so ablaufen wie vor Jahresfrist auf dem neu abgesteckten Rundkurs mit Start und Ziel an der Pampusschule. "Das war die mit Abstand beste Veranstaltung seit langem", sind sich Beikirch und Kirchhartz einig und nahmen deshalb nur eine Änderung vor: In allen Wettbewerben wird auf der kleinen, 900 Meter langen Runde gefahren. "Das wäre mein Kurs gewesen", sagt Andreas Beikirch, doch für den Seriensieger kommt der Umzug sechs Jahre zu spät.

Quelle: NGZ
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