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Lokalsport
Chiefs gehen im Abstiegskrimi unter

Uedesheim. In der Skaterhockey-Bundesliga ist die Uedesheimer Zukunft nach dem 4:13 in Kassel ungewiss. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nun fünf Punkte.

Fünf Spieltage vor Saisonende stehen die Uedesheim Chiefs in der Skaterhockey-Bundesliga mit dem Rücken zur Wand. Im als "Endspiel" und "Sechs-Punkte-Spiel" deklarierten Abstiegskrimi beim Tabellenvorletzten Kassel Wizards kamen die Neusser mit 4:13 (2:4/0:5/2:4) unter die Räder. Während Kassel damit den Tabellenkeller verlassen konnte, trennen Uedesheim nun fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.

In Abwesenheit von Trainer Markus Krawinkel, der an einem Eishockey-Schiedsrichterlehrgang teilnahm, erwischten die Gäste dabei sogar einen Traumstart: Raphael Scheu (4.) und Dennis Kobe (5.) belohnten die mutigen Chiefs für einen forschen Beginn. Danach brachen allerdings alle Dämme, während die Verunsicherung auf Uedesheimer Seite von Minute zu Minute zunahm. "Man hat gemerkt, dass Abstiegskampf auch Kopfsache ist", sagte Krawinkel-Vertreter Nico Albrecht, "Kassel hat es einfach und gradlinig gespielt. Wir haben zwei, drei Fehler gemacht und konnten uns davon nicht mehr erholen." Vier schnelle Treffer erzielten die Gastgeber zur 4:2-Drittelführung.

Es folgte ein verheerendes zweites Drittel, obwohl Albrecht alles probierte: "Wir wollten mit neuem Mut rausgehen." Nur 20 Sekunden nach Wiederbeginn traf Kassels Christian Unger mit seinem Treffer zum 5:2 mitten ins Chiefs-Herz, die Gegenwehr schien gebrochen, was sich in einer unter diesen Umständen unerklärlichen Passivität äußerte. "Wir haben nur fünf Schüsse im zweiten Drittel abgegeben, das ist zu wenig. So viel mehr hatte Kassel zwar auch nicht, sie haben aber halt fünf Buden gemacht", analysierte Albrecht treffend.

Erneut Scheu und Jakob Matzken trafen im Schlussdrittel zwar noch, die Blamage konnten sie jedoch nicht mehr abwenden. "Das war heute Abstiegskampf pur. Den Kampf haben wir zwar angenommen, da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Aber die Mittel fehlten uns heute. Die Jungs haben in dieser Saison schon bewiesen, dass sie es können, sind heute aber nicht aus diesem Sog herausgekommen", fand der Coach.

Bei nur fünf verbleibenden Partien stehen die Chiefs 14 Jahre nach dem Bundesliga-Aufstieg vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit. Um den noch abzuwenden, zählen am übernächsten Wochenende nur zwei Siege. Am Samstag ist Uedesheim um 18 Uhr bei den Duisburg Ducks zu Gast, tags darauf kommt das Kaarster Überraschungsteam um 16 Uhr in den Chiefs-Garden.

(pas-)
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