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Lokalsport
Chiefs hilft nur noch ein Wunder

Uedesheim. Uedesheim verliert auch das Derby gegen die Crash Eagles Kaarst mit 7:8. Von Felix Strerath

Das entscheidende Wochenende der Uedesheim Chiefs ist vorüber, anders als erhofft herrscht bei der Skaterhockeyabteilung nun pure Ernüchterung. Erst verloren die Chiefs ihr Auswärtsspiel am Samstag bei den Duisburg Ducks mit 5:8 und dann verpassten die Neusser auch noch denkbar knapp den Erfolg im Derby gegen die Crash Eagles Kaarst.

Dabei hatte das Lokalduell hervorragend begonnen. Nach neun Minuten war es Max Bleyer, der eine Überzahlsituation für die Chiefs nutzen konnte und zum 1:0 traf. Vier Minuten später jedoch der Einbruch. Drei Zeitstrafen gleichzeitig gegen Jerome Bonin, Dennis Kobe und Christoph Clemens luden den Tabellenzweiten zum Toreschießen ein. Moritz Otten verwerte zum 1:1. Innerhalb kurzer Zeit stellten dann Pascal Mackenstein und Tim Dohmen mit ihren Treffern noch vor der Pause auf 3:1 für die Eagles. Das zweite Drittel verlief ausgeglichen: Erst konnte Johannes Matzken auf 2:3 verkürzen, ehe Felix Wuensch den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte.

Extrem spannend wurde es im letzten Abschnitt des Matches. Nach dem Ausbau der Führung durch Christian von Berg auf 5:2 drehte das Tabellenschlusslicht noch einmal mächtig auf. Erst konnte Sascha Drehmann auf 3:5 verkürzen, anschließend nutzte Bleyer erneut ein Powerplay zum 4:5 und dann traf auch noch Jakob Matzken, der von Kobe freigespielt wurde, zum 5:5-Ausgleich. Nun sollte es im Chiefs-Garden ein Hin und Her geben. Andre Ehlert brachte Kaarst wieder in Front, Raphael Scheu glich per Luftabnahme aus. Kurz darauf dasselbe Spiel noch einmal: Eagles-Kapitän Gabriel Hildebrandt schiebt bei Überzahl zur 7:6-Führung ein, Ehlert kassiert eine Zeitstrafe und Scheu trifft erneut zum Gleichstand. 30 Sekunden vor Schluss war es dann wieder Ehlert, der von einer Überzahlsituation für die Gäste profitierte und das entscheidende Tor zum 8:7-Endstand erzielte.

Nach dem Abpfiff hängende Köpfe bei den Uedesheimern: Für einen großartigen Kampf wurde das Team von Trainer Markus Krahwinkel nicht belohnt und steht vor dem Abstieg. Nur drei eigene Siege aus den letzten drei Partien und fünf Niederlagen von Kassel würden den Neussern noch helfen. Dafür braucht es schon ein Wunder, doch Krahwinkel sagt: "An Wunder glaube ich nicht." Aus der Stimme von Pressewart Christian Haas ließ sich dann doch mehr Hoffnung heraushören: "Wir wollen mit Würde und Ehre die Saison zu Ende spielen. Mal schauen, was noch geht. Kaarst wäre sportlich ja auch schon mal abgestiegen und ist dann drin geblieben."

Der zweite Klub aus dem Rhein-Kreis sorgt dafür weiter in der oberen Tabellenregion für Furore. Die Kaarster bauen ihren Vorsprung auf Platz drei aus. Coach Georg Otten: "Wir haben in dieser Saison das Glück des Tüchtigen. Unser Höhenflug geht weiter." Neben Uedesheim steht auch Düsseldorf vor dem Abstieg. Otten:"Es ist schade, dass wir vielleicht nächstes Jahr kein Derby mehr haben."

Quelle: NGZ
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