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Lokalsport
Crash Eagles mit einem Bein im DM-Finale

Kaarst. Skaterhockey: Dank eines starken letzten Drittels gewinnen die Kaarster gegen den HC Köln-West 9:5. Von Sophie Rhine

18 Jahre ist es bereits her, dass die Crash Eagles im Finale der Deutschen Skaterhockey-Meisterschaft standen, jetzt sind die Kaarster wieder ganz nah dran: 9:5 (0:0/3:3/6:2) setzten sie sich im Halbfinal-Hinspiel gegen die HC Köln-West Rheinos durch und gingen damit in der Serie 1:0 in Führung.

Vor knapp 500 Zuschauern in der Kaarster Stadtparkhalle war die Heimmannschaft direkt hellwach. Schon in der ersten Minute war der Kölner Keeper Max Kreutz gefragt und auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels konnte er sich nicht über einen Mangel an Beschäftigung beklagen. Die Gäste hingegen kamen nur selten zu klaren Chancen. Lediglich in Überzahl (Zwei-Minuten-Strafe gegen André Ehlert) konnten sie die Eagles unter Druck setzen. "Das erste Drittel haben wir komplett verschlafen", kommentierte Kölns Coach Viktor Martinez. "Da hätten wir uns auch über ein drei oder vier zu null nicht beschweren dürfen." Aber noch wollte der Ball nicht rein, Gabriel Hildebrandt (13. Minute) und Moritz Otten (15.) scheiterten am Pfosten, sonst war Kreutz für den HC zur Stelle.

Im zweiten Drittel machten es die Eagles besser: Nur 80 Sekunden dauerte es, bis Thimo Dietrich eine Vorlage von Felix Wuschech zum Führungstreffer verwertete. Drei Minuten später erhöhte Dietrich auf 2:0 und die Kaarster schienen auf der Siegerstraße zu sein. Die Eagles waren das dominantere Team, aber Köln gab sich noch nicht geschlagen: Innerhalb von drei Minuten drehten die Rheinos die Partie. David Weisheit gelang in der 30. Minute der Anschlusstreffer, Niklas Werheit (31.) und Michael Kemmerling (32.) nutzten die kurze Unaufmerksamkeit der Kaarster und brachten den HC in Front. Kurz vor Ende des zweiten Drittels konnten die Kaarster ihre Überzahl nutzen und Dietrich gelang mit seinem dritten Tor noch der Ausgleich. Somit blieb die unterhaltsame Partie bis zum letzten Drittel offen und spannend.

Nach einem Abwehrfehler der Rheinos schoss Tim Dohmen die Eagles wieder nach vorne (44.), nur vier Minuten später schnürte er den Doppelpack. Die Kölner erhöhten den Druck, aber in der 52. Minute holten sich mit David Weisheit und Hans-Hermann Merkel gleich zwei Spieler eine Zwei-Minuten-Strafe ab. Die daraus resultierende Überzahl nutzten Dominik Boschewski (52.) und Gabriel Hildebrandt (54.) eiskalt aus. Der Spielstand von 7:3 sorgte bei den Kaarster Fans für großen Jubel, der Sieg schien nur noch Formsache. Köln spielte nun ohne Torwart und warf alles nach vorne. Jannik Marke erzielte das 7:4 (56.), musste jedoch drei Minuten später vom Platz (Fünf-Minuten-Strafe), ebenso der verletzte Kaarster André Ehlert. In den Schlussminuten trafen Gabriel Hildebrandt und Thimo Dietrich für die CEK, für Köln Michael Kemmerling.

"Kaarst war einfach frischer, aber die haben auch nicht Karneval gefeiert. Uns fehlte einfach die Konzentration", bewertete Martinez die Niederlage. Kaarsts Coach Volker Evertz war hingegen mehr als zufrieden: "Es war zu Beginn die erwartet knappe Kiste. Aber die Jungs haben von der ersten Minute an eine souveräne Leistung abgeliefert", lobte er das Team. "Köln hat starke Einzelspieler, aber unsere Mannschaft funktioniert einfach super. Jeder rennt für jeden, die Saison hat uns stark gemacht." Das Rückspiel findet nächsten Samstag ab zwölf Uhr in Köln statt.

Quelle: NGZ
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