Lokalsport

Crossfahrer trotzen dem Matsch

Grevenbroich. Schwere Bedingungen beim Finale des MX-Cups beim MSC Grevenbroich.

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In vielen Sportarten sind Regen und Matsch der große Alptraum vieler Athleten - beim Motocross sieht das ganz anders aus. Für viele Fahrer gibt es nichts schöneres, als den nassen und schlammbespritzten Helm nach dem Rennen als Sieger abzunehmen. So wurde auch das Finale des MX-Cups, das der MSC Grevenbroich auf der Königshovener Höhe ausrichtete, zu einer hochinteressanten Veranstaltung.

Denn wegen Dauerregens sahen sich die Veranstalter am ersten Renntag sogar dazu gezwungen, die Veranstaltung wegen der großen Wassermassen zu unterbrechen. Mit großem Einsatz wurde die Strecke noch am Abend wieder hergerichtet, um tags darauf die Endläufe der Leistungsklassen durchführen zu können. "Am Sonntag konnten wir den Zuschauern bei herrlichem Sonnenschein spannende Rennen auf einer für die Piloten tiefen und anspruchsvollen Strecke bieten", sagte MSC-Pressesprecher Günter Becker.

Darüber freute sich auf seiner Heimstrecke vor allem das Grevenbroicher Talent Jakob Scheulen: Der 15-jährige ging als Dritter der Leistungsklasse 1 MX2 (bis 250 ccm) ins finale Rennen, zeigte im tiefen Sandboden zwei höchst souveräne Durchgänge, sicherte sich Rang zwei und schlug damit sogar Lars Nochemann und Jan Horst, die in der Meisterschaft vor ihm liegen. Damit beendet Scheulen die Saison auf Platz drei und sicherte sich zudem die Auszeichnung "Rookie of the Year" und den Jugendtitel. "Das war ein gutes Jahr für mich", fand der Nachwuchsfahrer, "bei der Deutschen Meisterschaft bin ich Zehnter geworden und bin trotz eines verpassten Rennens um den Titel mitgefahren. Der Jugendtitel und die Rookie-Auszeichnung sind natürlich auch super."

In der stärksten Serie, der Leistungsklasse 1 MX1 ging der Tagessieg an Lukas Platt aus Mönchengladbach. Der routinierte Lokalmatador Tim Münchhofen, beim MSC gleichzeitig auch für die sportliche Leitung und die Bahnpflege zuständig, beendete das Wochenende auf dem vierten Platz und konnte damit die Vizemeisterschaft behaupten. Robin Goldammer sicherte sich derweil Rang sieben und damit den dritten Platz der Gesamtwertung. In Leistungsklasse 2 war mit Marius Lenders ein weiteres MSC-Vorstandsmitglied in den Kampf um das Podium verwickelt. Der stellvertretende Vorsitzende belegte Rang zwei vor seinem Klubkameraden Mike Linge.

Dass Motocross kein reiner Männersport ist, beweist übrigens Christiane Münchhofen: Die Grevenbroicher Fahrerin nimmt an Rennen in ganz Deutschland teil und gehört zu den schnellsten Damen des Landes. Auch wenn ihr Rennen am Samstag dem Starkregen zum Opfer fiel, sicherte sich mit komfortablem Vorsprung die Damenmeisterschaft.

Quelle: NGZ

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