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Lokalsport
Das Basketball-Fest

Lokalsport: Das Basketball-Fest
Duell in luftiger Höhe: Der für Düsseldorf tätige Ex-Grevenbroicher Dainius Zvinklys ist bemüht, US-Profi Gerrell Martin den Weg zum Korb zu verbauen. FOTO: Thomas Meyer-Boudnik
Grevenbroich. In einem Regionalliga-Derby auf herausragendem Niveau schlagen die NEW' Elephants die Giants Düsseldorf vor 800 Zuschauern mit 87:82. Von Dirk Sitterle

Die Festspielwochen der NEW' Elephants in der Basketball-Regionalliga West gehen weiter: Dem Startrekord mit sieben Siegen in Folge und dem trotz der 87:92-Niederlage gelungenen Auftritt vor einer Woche in Münster fügten die Jungs von Trainer Hartmut Oehmen am Samstag das nächste Spektakel hinzu: Vor knapp 800 Zuschauern gewannen die Grevenbroicher das Lokalduell mit den ART Giants Düsseldorf mit 87:82 (Halbzeit 44:39).

Ein Erfolg mit Langzeitwirkung, zeigte er der Mannschaft doch, dass sie mit den Topteams der Liga - wie in Münster - nicht nur mithalten, sondern sie auch schlagen kann. Und das vollkommen verdient, sagte Oehmen zu Recht, "schließlich haben wir, abgesehen von den 13 Sekunden zu Beginn, immer geführt." Wie sie den von der Verpflichtung des nur 1,73 Meter großen Spielmachers De'Shaun Cooper gepushten Gästen (Siege über die Spitzenklubs Hertener Löwen und BG Hagen) begegnen wollten, zeigten die Elephants bereits in der ersten Hälfte, in der sie mit bis zu zwölf Zählern (40:28/15.) vorne lagen. Vorne punkteten sie durch Lennard Jördell, der zwölf seiner am Ende 16 Punkte bis zur elften Minute erzielte, hochprozentig, hinten kontrollierten sie die gefährlichen Distanzschützen der Giants, die vor Wochenfrist beim 87:78-Erfolg über Herten von jenseits der Drei-Punkte-Linie mit Paulius Kleiza (8/14) und Cooper (4/7) noch überragend abgeschlossen hatten. In Grevenbroich lag die Quote bei überschaubaren 16,7 Prozent (2/12).

Die zweite Hälfte eröffneten die Hausherren dann mit einem Schützenfest: Dem Korb von Marcus Delpeche zum 46:39 (21.) ließen Marko Boksic (3) und Gerrell Martin vier Dreier hintereinander Folgen, wiederum Marcus Delpeche beendete den 16:0-Lauf mit den Punkten zur 60:39-Führung (24.). Erst in der zweiten Auszeit binnen 120 Sekunden wusste ART-Trainer Jonas Jönke, der in Hälfte eins ebenso wie Cooper und Hartmut Oehmen ein Technisches Foul kassiert hatte, seine konsternierten Mannen zu ordnen. Fortan kämpften die Giants im Stile einer Klassemannschaft um ihre vielleicht schon letzte Chance im Aufstiegsrennen. Der Abschnitt von der 24. bis zur 34. Minute ging mit 31:11 an die Gäste, daran änderte auch die nach einer 0:10-Serie genommene Auszeit, in der sich Oehmen und sein Regisseur Farid Sadek lautstark in die Wolle gerieten, zunächst gar nichts. Spätestens mit Kleizas Dreier zum 70:71 (34.) war das Match wieder völlig offen. Aber obwohl Gerrell Martin, der ebenso 19 Punkte auflegte wie Farid Sadek und Marko Boksic, 30,7 Sekunden vor Schluss beim Spielstand von 84:80 für die Schlossstädter beide Freiwürfe danebensetzte, hielt der knappe Vorsprung. Kurz vor dem Ende - die Gastgeber lagen nach Boksic' Freiwürfen (2/1) mit 85:82 in Front - patzte ausgerechnet der von Cooper angespielte Ex-Grevenbroicher Dainius Zvinklys beim Korbleger. Auf der anderen Seite machte Sadek, der wie Cooper die vollen 40 Minuten auf dem Feld stand, an der Linie (2/2) alles klar.

Trotz der bitteren Niederlage mochte Jönke das Derby nicht als kompletten Fehlschlag verbuchen. Sein Fazit: "Ich kann den Jungs nur ein Kompliment machen, dass wir noch mal so zurückgekämpft haben. Am Ende fehlte uns einfach das Wurfglück, um die Partie noch zu drehen." Oehmen stellte mit Blick auf die Dreierquoten (Elephants: 9/20 für starke 45 Prozent, Giants: nur 4/21 für 19 Prozent) genüsslich fest: "Wir haben Düsseldorf quasi mit seinen eigenen Waffen geschlagen."

Quelle: NGZ
 
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