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Lokalsport
Das Derby, das irgendwie doch keins ist

Lokalsport: Das Derby, das irgendwie doch keins ist
Beim 4:0-Sieg im Hinspiel zerlegte Thorben Schmitt (r.) den VdS Nievenheim mit dem VfL Jüchen/Garzweiler in Hälfte zwei nach allen Regeln der Kunst. Jannik Schulte (M.) und Sascha Pelka waren machtlos. FOTO: GEORG SALZBURG
Neuss. Obwohl Gastgeber VdS Nievenheim und der VfL Jüchen/Garzweiler beide dem Fußballkreis 5 angehören, verbindet die Landesligisten vor dem direkten Duell am Sonntag wenig. Die Hausherren verloren zuletzt zwei Heimspiele in Folge. Von Dirk Sitterle

Offiziell wird das Gastspiel des VfL Jüchen/Garzweiler morgen Nachmittag (Anstoß 15 Uhr) beim VdS Nievenheim als Lokalduell geführt, doch wirklich nah sind sich die beiden Landesligisten nicht unbedingt. Geographisch trennen die Rivalen, die zusammen mit dem SC Kapellen und dem TSV Meerbusch die Spitze des Fußballs im Rhein-Kreis Neuss bilden, rund 25 Kilometer, tabellarisch fünf Plätze und vergleichsweise moderate drei Punkte.

Jüchens Coach Michele Fasanelli verbindet mit dem Kunstrasen an der Südstraße nur dies: "Wir haben da noch nie gewonnen." Sein für Nievenheim zuständiger Kollege Sascha Querbach erinnert sich immerhin an aktive Begegnungen der beiden Trainer auf dem Feld. "Außerdem habe ich gemeinsam mit Co-Trainer Torsten Müllers meine B-Lizenz gemacht. Darum bin ich mir sicher, er und Michele werden sich was einfallen lassen." Um nach dem trotz des 2:1-Sieges in Viersen eher holprigen Jahresauftakt nicht wieder aus dem Rhythmus zu kommen, ließ Fasanelli seine Schützlinge am Karnevalssamstag in einem Testspiel gegen den starken Bezirksligisten Rheydter SV von der Leine. Abgesehen vom Ergebnis (5:0) freute den Italiener besonders, "wie sich die Jungs, die nicht so viel spielen, voll reingehängt haben." Auch die folgenden Trainingseinheiten stellten ihn äußerst zufrieden. Darum ist er guter Hoffnung, dass er mit seiner Mannschaft morgen das Gesetz der Serie durchbrechen kann. "Irgendwann ist immer das erste Mal", prophezeit er listig.

Allerdings fällt die Einordnung des Lokalrivalen schwer. Für Fasanelli ist der personell gar nicht mal schlecht besetzte VdS schon so etwas wie eine Wundertüte. "Nievenheim kann jeden Gegner schlagen, aber auch gegen jeden verlieren." Nur in einem legt sich Jüchens "Vorarbeiter" fest: "Wenn es uns gelingt, Alex Hauptmann und Kevin Scholz aus dem Spiel zu nehmen, ist das die halbe Miete."

2018 geht beim Kreishallenmeister indes gar nichts: Bei den Niederlagen zu Hause gegen Odenkirchen (0:3) und Viersen (0:1) blieb Nievenheim nach schmaler Leistung ohne Treffer. Darum fordert Querbach, der unter der Woche viel mit seinen verunsicherten Spielern geredet hat: "Wir müssen zurück zu den Basics: Aggressivität und Lauffreude. Uns fehlte vorne die Durchschlagskraft - wenn wir uns Torchancen erspielen, haben wir genug Qualität, diese auch zu nutzen."

Dummerweise brach in Alexander Hauptmann ausgerechnet sein mit elf Toren zweitbester Angreifer mit muskulären Probleme das Training ab. Sein Einsatz ist ebenso fraglich wie der von Daniel Dünbier (Erkältung). Über das ein oder andere Wehwehchen klagt auch der gerade erste reaktivierte Routinier Stephan Volk. Der junge Nils Mäker ist beruflich so stark eingespannt, dass er in den vergangenen vier Wochen nur zweimal mit der Mannschaft trainieren konnte.

Quelle: NGZ
 
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