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Lokalsport
Das Duell zweier ehemaliger Teamkollegen

Rhein-Kreis. Bezirksliga: Im heutigen Spiel der DJK Gnadental gegen die SG Kaarst treffen in Jörg Ferber und Dirk Schneider zwei Freunde aufeinander. Von Felix Strerath

Die Fußball-Bezirksliga beginnt am heutigen Abend (19.30 Uhr) mit einer besonderen Partie: Das Gastspiel der SG Kaarst bei der DJK Gnadental wird auch zum Duell zweier Trainer, die den Fußball im Rhein-Kreis Neuss seit einiger Zeit prägen.

Freundestreff Mit Dirk Schneider, Trainer der SG Kaarst, und Jörg Ferber, Trainer der DJK Gnadental treffen zwei gute Freunde aufeinander. Schon zu Verbandsligazeiten des VfR Neuss spielten Schneider und Ferber gemeinsam. Ferber erzählt von vergangenen Tagen: "Wir haben die schönen Zeiten des VfR Neuss in der Verbandsliga miterlebt." Damals agierte Ferber im linken Mittelfeld und bediente Mittelstürmer Schneider mit einigen Vorlagen. Ferber scherzt: "Früher habe ich ihn mit Flanken gefüttert. Ich hoffe, dass ich ihn heute nicht mit Punkten füttere." Ferber hat im Gegensatz zum beständigen Schneider schon einige Stationen in seiner Laufbahn mitgenommen. Neben Borussia Fulda, dem VfR Neuss und dem Rheydter SV lief Ferber auch für Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf auf. Als Trainer begann Ferber beim TSV Bayer Dormagen, ehe er nach sechs Jahren noch mal für ein Jahr als Spieler der DJK Flingern aktiv war. Anschließend fand er in seiner Trainerkarriere über den VfR Neuss, den TuS Grevenbroich und die DJK Hoisten seinen Weg zur DJK Gnadental. Dort lockte er in seiner ersten Saison gleich fünf Akteure von Oberligaabsteiger Nievenheim in sein Team. Zudem erhöhte er mit seinem Sohn Maik Ferber, der bis dato für die Jugend von Alemannia Aachen gekickt hatte, die Qualität des Kaders.

Bislang lief es für Ferber in Gnadental noch nicht nach Plan. Erst vier Zähler aus vier Spielen stehen auf dem Konto. Hinzu kommt das unnötige Pokalaus gegen die DJK Novesia unter der Woche: Gnadental verlor mit 1:3. Grund dafür ist unter anderem die Verletztenliste. Für das heutige Spiel sind die Einsätze der Franciamores und von Sohn Maik noch fraglich. Christian Trappen und Alexander Koß fallen definitiv aus. Doch Kollege Schneider macht Ferber Mut: "Gnadental ist deutlich stärker aufgestellt, als in der vergangenen Saison. Sie haben eine gute Mannschaft". Der SG-Coach weiter: "Ich wünsche Jörg besonders viel Erfolg." Und er fügt lachend an: "Aber natürlich nicht in den Spielen gegen uns." Der Erfolg ist bei Schneider bereits seit einiger Zeit da. Die Konstanz in Person - Schneider ist schon in seinem zehnten Jahr bei der SG Kaarst - hatte den Verein schnell zurück in die Bezirksliga geführt und ihn dort etabliert. Nach Platz drei in der vergangenen Saison ist ihm dieses Jahr sogar der Aufstieg zu zutrauen. Bislang holte Kaarst die maximale Ausbeute von 15 Punkten. Heute Abend soll dann die Tabellenführung verteidigt werden.

Trotz des "regelmäßigen Kontaktes", wie Ferber bestätigt, kann sich Schneider nicht auf eine bestimmte Spielweise einstellen. Schneider: "Ich weiß nicht, wie Jörg die Mannschaft eingestellt hat. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Jeder will die Partie gewinnen."

Ferber hingegen meint: "Er hat ja schon genug Punkte. Jetzt sind wir einfach mal dran." Nicht mitwirken können bei den Kaarstern Andre Duarte, Sebastian Lorenz, Özcan Gaman und der langzeitverletzte Keeper Mehmet Bozkir.

Asche und Flutlicht Ebenfalls schon heute Abend (19.30 Uhr) im Einsatz ist der SV Uedesheim beim SV BW Meer. Uedesheims Coach Guido Kopp vermutet: "Das wird ein Spiel auf Asche unter Flutlicht. Meer braucht die Punkte. Das ist eine heikle Sache." Deshalb wird Kopp den Fokus nicht auf Kurzpassspiel und Technik legen, sondern über "Einsatz und Kraft" den Weg zum Erfolg suchen. Kopp wagt eine Prognose: "Wir gewinnen 2:1." Fehlen wird ihm in Meer nur der Urlauber Eren Selcuk.

Der unbekannte Aufsteiger Im SSV Strümp ist am Sonntag (15 Uhr) ein unbekannter Neuling zu Gast im Erftstadion. Strümp ist mit vier Siegen und nur einer Pleite in die Saison gestartet. SCK-Coach Torsten Müllers warnt: "Wir dürfen Strümp nicht unterschätzen. Sie kommen mit viel Euphorie. Die Einstellung muss stimmen."

"Heimspiel" Wieder in die Spur finden will der TuS Grevenbroich im "Heimspiel" gegen den SV Lürrip. Der Bau des Hybridrasens im Schlossstadion ist noch nicht abgeschlossen. Deswegen weicht der TuS auf die Anlage der SG Gustorf/Gindorf aus. Trainer André Theißen ist unzufrieden: "Es war Kirmes in Grevenbroich. Wir haben kaum trainiert. Wir müssen endlich wieder was auf die Kette bekommen, egal gegen wen." Lürrip ist noch ungeschlagen und bekleidet den zweiten Tabellenplatz.

Auch im Einsatz ist der TSV Bayer Dormagen bei der Zweitvertretung des TSV Meerbusch. Gleichzeitig empfängt die SG Rommerskirchen/Gilbach die DJK/VfL Willich.

Quelle: NGZ
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