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Lokalsport
Das große Ziel heißt Tokio 2020

Kaarst. Boxer Younes Zarraa bereitet sich akribisch auf eine Olympiateilnahme vor. Von Lucas Bayer

Anfang August saß der 20 Jahre alte Neusser Younes Zarraa jeden Tag vor dem Fernseher, um die Box-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen zu verfolgen. Nach zwölf Jahren gelang es in Rio de Janeiro erstmals wieder einem deutschen Boxer, eine Medaille zu erkämpfen. Artem Harutyunyan holte Bronze.

Younes Zarraa von der SG Kaarst ist amtierender Deutscher Meister im Bantamgewicht der Altersgruppe U 21. "Alleine vor dem Fernseher konnte ich viel von den Kämpfen in Rio mitnehmen", sagt Zarraa. Er verfolgt nämlich ein großes Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen in vier Jahren in Tokio.

Mit dem Boxsport fing Zarraa vor fünf Jahren beim Boxring Neuss an. Nach nicht allzu langer Zeit wechselte er dann allerdings zur SG Kaarst. "Dort ging es dann sehr schnell bergauf", erzählt der 20-Jährige. Mittlerweile ist Zarraa sogar Teil der Deutschen U21-Nationalmannschaft, die schon jetzt auf ein gutes Abschneiden in Tokio 2020 hinarbeitet.

"Ich trainiere sechsmal in der Woche, jeweils dreimal bei der SG Kaarst und dreimal am Olympiastützpunkt in Köln", berichtet Zarraa. "Nebenbei" macht er eine Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten am Berufsbildungszentrum Weingartstraße in Neuss.

Trainiert wird der 20-Jährige von Ralf Schulz bei der SG Kaarst und Lukas Willaschek in Köln. "Die Beiden sprechen ihr Programm für mich immer wunderbar ab und bereiten mich unglaublich gut auf meine Kämpfe vor", schwärmt Zarra von seinen Betreuern. Als nächstes steht die Deutsche U21-Meisterschaft im November in Moers an. "Dort trete ich auf jeden Fall an, um erfolgreich zu sein und meinen Titel zu verteidigen", sagt Zarraa. Wenn der 20-Jährige ein Vorbild im Boxsport hat, dann ist es der frühere mehrfache Weltmeister Floyd Mayweather. "Ich schaue mir jeden Tag Videos im Internet von ihm an, um von seiner Technik etwas zu lernen", erzählt Zarraa.

Auch wenn die Olympischen Spiele in Tokio noch vier Jahre entfernt sind, so sehnt Zarraa diese doch herbei: "Diese lange Zeit ist pefekt, um mich akribisch weiterzuentwickeln. In vier Jahren werde ich bereit für Tokio sein."

Quelle: NGZ
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