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Lokalsport
Das harte Los der schnellen Skater

Büttgen. Die Speedskater Claudia-Maria Henneken und Jan Struwe rollen im prasselnden Regen zum Sieg. Von Volker Koch

Einen Tag zuvor war Claudia Maria Henneken im strahlenden Sonnenschein gelaufen. Den Düsseldorf-Marathon finishte die Kölnerin in starken 3:08 Stunden - zu Fuß. Das hinderte die 31-Jährige nicht an ihrem vierten Sieg in Folge beim Büttgener Speedskater-Rennen - ebenso wenig wie die Tatsache, dass eine Viertelstunde nach ihrem Start der Land- in einen Starkregen überging. Im Ziel, das sie mit großem Vorsprung vor den Lokalmatadorinnen Silke Röhr und Silke Zimmermann (beide Speedskater Düsseldorf im VfR Büttgen) erreichte, hatte sie trotzdem nur eine Frage: "Wo kann man hier heiß duschen?" Auch darauf wusste der an beiden Tagen vielbeschäftigte, neue Büttgener Radsportchef Lars Witte, im Vorjahr noch im Elite-Straßenrennen dabei ("selbst fahren ist weniger anstrengend"), eine Antwort.

Fast noch härter als die Skaterinnen traf es 40 Minuten später deren männliche Kollegen: Es goss fast das gesamte, ebenfalls über 30 Minuten plus eine Runde führende Rennen lang. Und als Jan Struwe (Halstenbeker TS) und Markus Pape (LC Solbad Ravensberg), der zuvor drei Mal in Folge gewonnen hatte, Hand in Hand die Ziellinie überquerten, hörte es auf. Karten Wilke (TSV Bayer Leverkusen), und Thorben Woelki (Halstenbeker TS) folgten mit Abstand - und Andreas Lichtenstein rettete als Sechster und Sieger der AK 50 die Ehre des Veranstalters.

Wettertechnisch nicht ganz so hart traf es die 14 Duos im Tandem-"Rennen". Dass der Kaarster Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus die Startpistole den Dienst versagte, blieb die einzige Panne, auch wenn etliche Teilnehmer vorab wegen "muskulärer Probleme" ihren Start absagten - ob vom Halten des Regenschirms, blieb offen. Dass sich Training auszahlt, zeigte der Zieleinlauf, schließlich trainiert Barbara Balzer, Lehrerin an der Sebastianus-Schule, wöchentlich mit ihren Schützlingen auf der Bahn des Sportforums. Auch wenn ihr Partner Lukas Panzer die Astrid Lindgren-Schule besucht, harmonierte das Duo gut. Besser als manches in die Jahre gekommene Tandem: "Ein weiteres Argument, eifrig Spenden für neue Räder zu sammeln", stellte Jutta Zülow, Vorsitzende der Tandem-Stiftung, nach zwei Runden an der Seite des neuen KSB-Chef Hermann-Josef Baaken fest.

Quelle: NGZ
 
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