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Ngz-Sportlerin Des Monats Juni Cosima Clotten
Das harte Training zahlt sich aus

Ngz-Sportlerin Des Monats Juni Cosima Clotten: Das harte Training zahlt sich aus
Nach zwei Jahren voll hartem und konsequentem Training auf dem Weg zur Spitze: Cosima Clotten wurde in München Deutsche Juniorenmeisterin im Leichtgewichts-Einer und dadurch "NGZ-Sportlerin des Monats Juni". FOTO: Neusser RuderVerein
Neuss. Für den Neusser Ruderverein ist es nicht das erste Mal, dass der Titel "Sportler des Monats" an einen seiner Athleten geht. Für Cosima Clotten allerdings ist es die erste Auszeichnung dieser Art. "Ich freue mich sehr, dass meine Leistung nun auch noch dadurch belohnt wird," sagt die Ruderin. Von Hannah Nehrig

Dabei ist sie noch gar nicht so lange auf dem Wasser unterwegs. Erst vor zwei Jahren kam sie durch ihre jüngere Schwester zum Rudersport. "Ich dachte eigentlich, das ist nichts für mich, aber dann habe ich mich in ein Boot gesetzt und es hat total viel Spaß gemacht," sagt die 17-jährige. Als dann auch der Test auf dem Ergometer ziemlich gut ausfiel, gab es für sie kein Halten mehr. "Zunächst habe ich Hockey und Tennis parallel zum Rudern gemacht, aber dann war klar, wenn ich im Rudern etwas erreichen möchte, muss ich mich voll darauf konzentrieren, da Rudern sehr zeitintensiv ist."

Jeden Tag wird trainiert, samstags sogar zweimal. "Cosima ist sehr trainingsfleißig und konsequent in dem, was sie tut," sagt auch Trainer Christian Stoffels. Da sie nach zwei Krankheiten deutlich an Gewicht verloren hatte und das Leichtgewicht in greifbarer Nähe war, kam ihr der Gedanke, im Leichtgewicht zu starten: "Ich hab' mit meinem Trainer gesprochen und wir wollten es versuchen. Mit genauen Trainings- und Ernährungsplänen habe ich es dann geschafft." Die Disziplin zahlte sich aus. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg landete sie im Doppelvierer mit Steuerfrau bereits ganz oben auf dem Treppchen. Somit ging sie als Favoritin in das Rennen der U19 bei den Deutschen Meisterschaften in München. In allen Läufen siegte sie souverän und holte am Ende verdient die Goldmedaille im Leichtgewichts-Einer der A-Juniorinnen. "Ich habe mich unglaublich auf das Rennen gefreut, da es die Belohnung war für das Durchquälen das ganze Jahr über. Natürlich habe ich mich selbst ein wenig unter Druck gesetzt, aber mein Trainer hat mir vor dem Rennen den Druck genommen," sagt Clotten. Sie solle ihr eigenes Rennen fahren, hatte Stoffels zu ihr gesagt, wodurch ihre Nervosität weg war. "Auf den letzten Metern, als ich ungefähr zwei Längen Vorsprung hatte und mir klar wurde, dass Gold drin ist, habe ich mein ganzen Adrenalin noch mal in Kraft und Energie umgesetzt."

Ihr täglicher Ablauf ordnet sich dem Rudern unter. Vor der Schule geht sie joggen und Hausaufgaben werden im Zug, auf dem Weg zum Training in anderen Städten oder abends gemacht. "Man muss sich gut organisieren können," sagt die Marienberg-Schülerin, "aber meine ganze Familie und Freunde stehen hinter mir und unterstützen mich, wo sie können." Auch am Rand der Rennstrecke, da fiebern ihre Eltern immer besonders mit, die beide auch aus dem Rudersport kommen. "Jetzt in den Sommerferien habe ich dann auch mal wieder etwas mehr Zeit, was mit meinen Freunden aus der Schule zu machen, das kommt während der Schulzeit manchmal zu kurz, da ich oft unterwegs bin und viel zu tun habe."

Allerdings hat sie auch jetzt schon den Blick in die Zukunft gerichtet. "Ich will mich weiter verbessern und auch internationale Wettkämpfe fahren," sagt Clotten. Dabei liebäugelt sie mit der Europameisterschaft und Weltmeisterschaft im Sommer nächsten Jahres. Dafür müsste sie allerdings wieder etwas Gewicht durch Muskelmasse zulegen, um im Schwergewicht mitfahren zu können.

Quelle: NGZ
 
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