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Das Laufspektakel in der Neusser City

Lokalsport: Das Laufspektakel in der Neusser City
Bunt geht es zu beim Sommernachtslauf der TG Neuss, besonders dann, wenn die kleinen Athleten der Grundschulen Gas geben. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Die Organisatoren des Sommernachslaufs sind guter Dinge, dass die Marke von 4000 Startern erneut übertroffen wird. Von Dirk Sitterle

Wer seit Jahren mit der Organisation des Sommernachtslaufs befasst ist, den bringt fast nichts mehr aus der Ruhe. Selbst der Super-GAU vor zwölf Monaten, als der Jahrhundertsturm "Ela" die 32. Auflage hinwegfegte, vermochte der von der TG Neuss ausgerichteten Sportshow nichts anzuhaben.

Und darum setzen Marc Hillen, der mit seiner Agentur h1 im Auftrag des größten Neusser Sportvereins das innerstädtische Laufspektakel seit 2009 organisiert und vermarktet, sowie TG-Geschäftsführer Klaus Ehren morgen ab 16 Uhr mit dem 33. Sommernachtslauf einfach da an, wo sie vor zwei Jahren aufgehört hatten. 2013 hatten vor rund 20 000 Zuschauern an der Strecke genau 4006 Athleten das Ziel am Hamtorplatz erreicht und damit einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. Im Vorjahr lagen Ehren vier Tage vor dem ersten Start trotz "Ela" bereits 2855 Anmeldungen vor. Ähnlich beeindruckend liest sich das aktuelle Zahlenwerk: Bis gestern Mittag hatte die TG Neuss 3189 Läufer erfasst. "Zusätzlich liegen noch circa 400 Anmeldungen per Mail vor, die noch nichts ins System hochgeladen sind", teilte Ehren mit.

Das allerdings musste er hinten anstellen, denn der Hauptamtler, der bei der Arbeit am Sommernachtslauf von mehr als 150 ehrenamtlich tätigen Helfern unterstützt wird, verabschiedete sich erst mal zum Arzt. Anfang der Woche hatten den Volleyballer Magen-Darm-Probleme phasenweise ans Bett gefesselt, seit gestern plagt er sich zusätzlich mit einem entzündeten Zahn und einem Gerstenkorn am Augenlid herum. Noch schlimmer hat es Hans-Jürgen Albers erwischt. Der eigentlich für das Wettkampfbüro zuständige Sportkoordinator der Turngemeinde liegt seit Montag im Krankenhaus. Sorgen um den Lauf macht sich Ehren indes nicht: "Helfermäßig sind wir bombastisch aufgestellt. Darum bin ich ganz entspannt. Jetzt brauchen wir nur noch vernünftiges Wetter." Und auch das dürfte kein Problem sein. Zwar soll es am Samstag vereinzelt zu Regenschauern kommen, bei Temperaturen von um die 27 Grad könnten die allerdings vor allem für eine willkommene Abkühlung sorgen.

Erwartungsgemäß als Magnet erweist sich der Eltern-Kind-Lauf. Bislang wollen sich fast 600 Teilnehmer auf die 400 Meter lange Strecke begeben. Los geht es um 16 Uhr an der Promenadenstraße gegenüber der Alten Post. Ziel ist der Hamtorplatz. Verlass ist natürlich auch wieder auf die Grundschulen im Rhein-Kreis: Die aktuelle Anmelderzahl von 987 lässt vermuten, dass bis morgen die 1000er-Marke locker geknackt werden wird.

Die Jedermannläufe über fünf Kilometer - einen für Finisher unter 25 (20.15 Uhr) und einen über 25 Minuten (20.45 Uhr) - stehen bei knapp 600 Teilnehmern, die längere Distanz von zehn Kilometern (19 Uhr) wollen mehr als 350 Starter in Angriff nehmen. Dabei mischen sich auch Spitzenathleten unter die Hobbyläufer: Neben Sonja Oberem, Achte des olympischen Marathons 1996 in Atlanta, sind das vor allem die "Hahner-Twins" Anna und Lisa, die nicht nur zu den besten, sondern auch zu den sympathischsten Marathon-Läuferinnen im Lande gehören.

Quelle: NGZ
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