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Lokalsport
Das Phantom aus dem Kleinkorres-Stall

Neuss. Die Neusser Stute Hokulaya siegt im belgischen Mons-Ghlin, ist aber noch nie in Deutschland gelaufen. Von Klaus Göntzsche

Auf deutschen Rennbahnen ist die fünfjährige Stute Hokulaya eine unbekannte Erscheinung. Sie steht zwar im Stall des Neusser Trainers Axel Kleinkorres, doch auf einer deutschen Rennbahn ist sie in einem öffentlichen Wettbewerb noch nie angetreten. Am Rosenmontag gewann sie mit Jockey Ian Ferguson im belgischen Mons-Ghlin ein Rennen über 2100 Meter und 5000 Euro für den Rennstall namens Phantom, doch deren Besitzerin Birgit Roßteuscher ist kein Phantom.

Das Pferd hat sie vor geraumer Zeit preiswert aus dem Stall des Trainers William Mongil in Mülheim an der Ruhr erworben, auf dem "Hippodrom Wallonie" fühlt sich die Stute offensichtlich besonders wohl. Kleinkorres: "Für 5000 Euro Prämie müssten wir in Neuss oder Dortmund zwei Rennen gewinnen. Außerdem sind wir in Mons-Ghlin genauso schnell wie zum Beispiel in Frankfurt am Main." Deshalb wird es für Hokulaya dort auch weitergehen.

Eine gute Leistung auf Platz zwei zeigte die Stute Etoile de Mer aus dem Kleinkorres-Stall auf der französischen Derbybahn in Paris-Chantilly. Es gab dafür 3000 Euro. Mit Stephen Hellyn im Sattel war die Stute nur um einen "kurzen Hals" geschlagen. Der Sieg war mit 9500 Euro dotiert.

Für jeden Besitzer von Rennpferden ist Zuverlässigkeit und Formtreue ihrer vierbeinigen Lieblinge eine hochgeschätzte Eigenschaft. Kein Besitzer mag Pferde, deren Leistungen ständig schwanken. Deshalb ist der fünfjährige Wallach American Day ein gutes Beispiel für Zuverlässigkeit, denn bei seinen bislang acht Starts brachte der Wallach der Neusser Eignerin Erika Ulbricht in den letzten sieben Rennen stets Geld auf das Konto. Viermal allein wurde er Zweiter, immer stark gewettet, aber niemals siegreich. Das gelang ihm auch am Samstag in Dortmund-Wambel nicht, mit Ian Ferguson im Sattel musste er sich Khala aus dem Iffezheimer Stall von Marion Rotering deutlich geschlagen geben. 1000 Euro betrug die Belohnung für die Leistung des Neusser Pferdes.

In Neuss geht es am Samstag ab 16.30 Uhr weiter. Im Mittelpunkt der geplanten neun Rennen steht der zweite Lauf im Preis der Albers & Sieberts-Perlenkette. Zudem reitet Championjockey Alexander Pietsch nach einem längeren Urlaub wieder. Die bundesdeutsche Galopper-Szene trifft sich zuvor ab 13 Uhr bei einem Züchter-Event im Gestüt Röttgen in Köln-Rath.

Quelle: NGZ
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