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Lokalsport
Das sind Eure Gegner!

Lokalsport: Das sind Eure Gegner!
FOTO: "Tinter, Anja (ati)"
Rhein-Kreis. Während sich der SC Kapellen in der Fußball-Oberliga auf Topspiele freuen kann, haben die Landesligisten großes Pech gehabt. Die acht Bezirksligisten aus dem Rhein-Kreis treten immerhin alle in einer Gruppe an. Von Christos Pasvantis

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Während die heimischen Fußballer nach einer langen Saison auf den Balearen Kraft für eine neue Spielzeit tanken, sitzt der Fußballverband Niederrhein (FVN) zusammen und schustert die Gruppeneinteilungen zusammen. "Dass dabei vereinzelte Härtefälle nicht zu vermeiden sind und natürlich auch die Fahrtstrecken länger werden, lässt sich nicht verhindern", sagt Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses im FVN.

In diesem Jahr - so dürften die ersten Reaktionen nicht bloß in Nievenheim und Jüchen ausgefallen sein - haben er und seine Kollegen sich nicht mit Ruhm bekleckert. "Da kann man nichts machen, das ist immer das Gleiche", sagt Rudi Nicklas zwar diplomatisch, innerlich kochte der Sportliche Leiter des in die Landesliga abgestiegenen VdS Nievenheim aber. Denn in der Landesliga, Gruppe 1, befindet sich neben dem VdS und Aufsteiger VfL Jüchen/Garzweiler eine Menge Ruhrpott, eine Menge Wuppertal und ein wenig Düsseldorf.

Statt in der deutlich attraktiveren Gruppe 2 (unter anderem Spvg Odenkirchen, 1. FC Viersen und Union Nettetal) zu spielen, dürfen die Kreisvertreter sich nun damit anfreunden, ihre Sonntagmorgen auf bundesdeutschen Autobahnen zu verbringen. Kaum eine Auswärtsfahrt ist kürzer als 60 Kilometer. Die Sportplätze von Jüchen und Odenkirchen liegen dabei genau 7,3 Kilometer und zehn Autominuten auseinander - unfassbar. Der VfL-Vorsitzende Christoph Sommer ist enttäuscht: "Das tut schon weh. Uns fehlen die Lokalduelle vor allem gegen Odenkirchen, aber auch gegen Viersen. Das ist für uns schon traurig und sehr schade." Spiele gegen die Spvg Heiligenhaus, Arminia Klosterhardt, Sportfreunde Niederwenigern oder die Spvg Sterkrade-Nord dürften wohl kaum für Anstürme an den Kassenhäuschen sorgen.

Besonders unverständlich: In Gruppe zwei Spielen im VfB Homberg, Duisburger SV, FSV Duisburg und VfB Speldorf vier Vereine aus dem Ruhrgebiet, die mit einer Einteilung in Gruppe eins sicherlich ebenfalls deutlich zufriedener gewesen wären.

In der Oberliga hat es der SC Kapellen mit zwei Knallern zu tun, neben dem Wuppertaler SV kehrt im KFC Uerdingen ein weiterer Zuschauermagnet zurück. Weil der Zweitliga-Absteiger VfR Aalen doch noch die Drittliga-Lizenz erhielt, zerschlugen sich die Hoffnungen des KFC auf einen Verbleib in der Regionalliga. Neu sind zudem die Aufsteiger Spvg Schonnebeck, TV Kalkum-Wittlaer und 1. FC Mönchengladbach. Der TuS Bösinghoven fusionierte mit dem ASV Lank und heißt fortan TSV Meerbusch.

In der Bezirksliga bleiben alle acht Teams zusammen. Gruppe 4 wird mit der Meerbuscher Zweitvertretung, dem SSV Strümp, der DJK/VfL Willich und dem SC Schiefbahn (Kreis Kempen/Krefeld) und den altbekannten 1. FC Mönchengladbach II, SV Lürrip, BW Meer, PSV Mönchengladbach sowie Aufsteiger SF Neuwerk (Kreis Mönchengladbach/Viersen) komplettiert.

Quelle: NGZ
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