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Lokalsport
Der Gästetrainer hat morgen die kürzeste Anreise

Dormagen. Handball-Drittligist Longericher SC trägt sein Heimspiel gegen Spitzenreiter HSG Krefeld im Bayer-Sportcenter aus. Von Volker Koch

Das hat Seltenheitswert: Wenn sich morgen die Handballer des Longericher SC und der HSG Krefeld im Spitzenspiel der Dritten Liga West gegenüberstehen, dann hat der Trainer der Gäste die kürzeste Anreise. Denn die Partie (Anpfiff um 16 Uhr im TSV-Bayer-Sportcenter) findet in Dormagen statt - und da, genauer in Stürzelberg, wohnt Olaf Mast, seit er 1997 zum zweiten Mal in seiner Spielerkarriere beim TSV Bayer Dormagen anheuerte.

Seit zweieinhalb Jahren, seit sich die beiden zuvor ebenfalls von ihm trainierten Adler Königshof und Bayer 05 Uerdingen zur HSG Krefeld zusammenschlossen, sitzt er bei den Seidenstädtern auf der Bank. Und das mit Erfolg, denn die HSG führt die Tabelle der Dritten Liga West an, hat seit der Auftaktniederlage in Fredenbeck neun Spiele in Folge gewonnen, zuletzt mit 33:28 gegen den TV Korschenbroich. "Ich denke, wenn wir von größeren Verletzungsproblemen verschont bleiben, können wir uns auf Dauer da oben festsetzen", sagte Mast, dessen Sohn Tim mit der Dormagener C-Jugend ungeschlagen die Tabelle der Oberliga anführt, anschließend.

Trotzdem hat der 47-Jährige Respekt vor den morgigen "Gastgebern": "Wenn bei denen die Emotionen freigesetzt und die Spieler wach gerüttelt werden, laufen die zu Höchstleistungen auf", sagt er über den Longericher SC. Der Aufsteiger kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge, mischte bis dahin aber an der Tabellenspitze mit, feierte unter anderem Siege über den Neusser HV und in Leichlingen und knöpfte dem VfL Fredenbeck den zu diesem Zeitpunkt ersten Saisonpunkt ab.

"Unser Kölner Veedel freut sich schon auf das Spiel", sagt SCL-Trainer Christian Stark, der ebenso wie seine Schützlinge Michael Wittig, Jonas Burggraf und Matthias Peters schon für den TSV Bayer spielte, "wir sind alle gespannt auf die Atmosphäre im Sportcenter." Mast sieht da eher Vorteile auf Seiten der HSG: "In der großen Halle müssen sich die Longericher Fans schon mächtig anstrengen, um eine ähnliche Stimmung wie zu Hause hinzubekommen."

Zumal die Gäste, so Geschäftsführer Manfred Fothen, "allein mit 250 bis 300 Fans aus Krefeld" rechnen. Die Begegnung findet im Rahmen des "Spieltags der Vielfalt" statt, um 19 Uhr erwartet der TSV Bayer den EHV Aue. Die Eintrittspreise bleiben gegenüber normalen Zweitliga-Spielen unverändert, die Karten gelten für beide Spiele.

Quelle: NGZ
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