| 00.00 Uhr

Lokalsport
Der neue TVK-Trainer bringt Stallgeruch mit

Lokalsport: Der neue TVK-Trainer bringt Stallgeruch mit
Per Handschlag besiegelten Walter Hintzen (l.) und Dirk Wolf die Zusammenarbeit. Beim TV Korschenbroich kennt der neue Trainer sich aus: Unter Olaf Mast (unten r.) war er zwei Jahre lang Co-Trainer, das obige Foto zeigt ihn zusammen mit Mast bei der Vorstellung der damaligen Neuzugänge Pascal Schiewe, Marcel Leclaire und Dirk van Walsem im Jahre 2006. FOTO: TVK/archiv
Korschenbroich. Dirk Wolf wechselt von Adler Königshof zum TV Korschenbroich. Die Planungen beim Handball-Drittligisten laufen zweigleisig. Von Volker Koch

Der TV Korschenbroich lebt. Auch wenn der Blick auf die Tabelle der 3. Handball-Liga West, die die "Unabsteigbaren" zum Ende der Hinrunde mit kümmerlichen drei Punkten auf der Habenseite als Vorletzten ausweist, das Gegenteil zu sagen scheint. Doch am Montagabend machte Abteilungsleiter Walter Hintzen Nägel mit Köpfen und verpflichtete in Dirk Wolf einen Trainer für die neue Spielzeit, der nicht nur Erfahrung, sondern auch den nötigen Stallgeruch mitbringt - der 49 alte Druckermeister war von 2005 bis 2007 als Co-Trainer von Olaf Mast beim TVK tätig.

Und nicht nur das: "Wir sind dabei, ein Management-Team aufzubauen, das die Arbeit der ausscheidenden Personen übernimmt", sagt Hintzen - Ende November hatten Peter Irmen, der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, und der Sportliche Leiter Kai Faltin ihren Abschied zum Saisonende angekündigt, Trainer Ronny Rogawska bereits drei Wochen zuvor diesen Schritt vollzogen.

Auf die Berichterstattung rund um diese Ereignisse habe es "viel Resonanz gegeben", sagt Hintzen, "es haben sich viele Personen außerhalb der Handballabteilung gemeldet, die sich einbringen wollen". Daraus entstehe zur Zeit ein "komplett neues Team", das sich künftig um den Korschenbroicher Handball kümmern werde, denn: "Die handelnden Personen in der Handballabteilung werden dies nicht noch zusätzlich leisten können." Namen zu nennen, sei noch zu früh, sagt Hintzen: "Wir sind gerade dabei, die Aufgaben zu verteilen. Ich denke, im Januar können wir das neue Managementteam vorstellen."

FOTO: Jazyk Hans

Für ihn folgt daraus der Schluss: "Beim TVK geht es auf jeden Fall weiter." In welcher Liga, lässt der Abteilungsleiter offen. Offiziell heißt es: "Wir planen aktuell zweigleisig - sowohl für die Dritte Liga als auch für die Nordrheinliga." Persönlich sagt Hintzen: "Wenn ich mir die Tabelle anschaue, wird es wohl eher die Nordrheinliga werden. Aber auch die müssen wir erst einmal stemmen." Aus diesem Grund hat er in den vergangenen Tagen "mit allen Spielern der Drittliga-Mannschaft ein persönliches Gespräch" geführt und erfreut festgestellt, "dass einige durchaus bereit sind, weiter für den TVK zu spielen." Um diese "positiven Signale" zu verstärken, sei es ihm wichtig gewesen, "einen sportlichen Akzent zu setzen."

Das ist ihm mit der Verpflichtung von Dirk Wolf zweifellos gelungen. Der 49-Jährige hatte bereits Anfang November seinen derzeitigen Verein Adler Königshof davon in Kenntnis gesetzt, den derzeitigen Tabellenzehnten der Nordrheinliga nach dann acht Jahren auf der Trainerbank am Saisonende zu verlassen. "Ich freue mich sehr darüber, dass ich den TV Korschenbroich ab der neuen Saison trainieren werde", sagt Wolf, "der TVK ist immer eine gute Adresse. Aus meiner damaligen Zeit ist die Liebe nie erloschen." Vor allem in den drei Jahren, als sein Sohn Tom - inzwischen Regisseur im Rückraum des Zweitligisten HSG Konstanz - das TVK-Trikot trug, war Wolf häufig auf der Tribüne der Waldsporthalle zu finden. Für ihn steht fest: "Natürlich müssen wir aktuell zweigleisig planen. Aber wir müssen spätestens nach Weihnachten mit allen Spielern sprechen und sehen, wer definitiv bleibt. Schließlich werden die Verträge immer früher abgeschlossen , hier müssen wir mächtig Gas geben." Hintzen jedenfalls ist überzeugt, in Wolf "genau den richtigen Trainer für die aktuelle Situation" gefunden zu haben: "Er ist ein erfahrener Mann und er kennt den TVK aus seiner Zeit als Co-Trainer."

Pikant an der Wechselgeschichte: Adler Königshof ist (neben Bayer Uerdingen) einer der beiden Stammvereine der HSG Krefeld, des künftigen Arbeitgebers von Ronny Rogawska. So sagt es jedenfalls der Däne - eine offizielle Bestätigung der Krefelder, die aktuell sieben ehemalige Spieler des TVK in ihrem Kader haben, steht immer noch aus. Auch Adler Königshof war über Jahre ein Sammelbecken ehemaliger Korschenbroicher - aktuell gehört Torhüter Paul Keutmann zum Aufgebot, das von Dirk Wolf noch bis Saisonende betreut wird.

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Der neue TVK-Trainer bringt Stallgeruch mit


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.