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Dezimierte Chiefs sind chancenlos gegen Duisburg

Lokalsport: Dezimierte Chiefs sind chancenlos gegen Duisburg
Seine zwei Tore in der Schlussphase kamen bei der deftigen Pleite gegen Duisburg natürlich viel zu spät: Chiefs-Stürmer Raphael Scheu. FOTO: a. woitschützke
Uedesheim. Skaterhockey-Bundesligist aus Uedesheim verliert nach Horror-Drittel mit 5:13. Die Ducks überrollen die Gastgeber. Von Christos Pasvantis

Stürmer Raphael Scheu brachte es auf den Punkt: "Das ist wie ein Staffellauf, in dem die Anderen drei Läufer mehr haben." Die Uedesheim Chiefs, die in der Skaterhockey-Bundesliga einmal mehr mit einer Rumpftruppe antreten mussten, blamierten sich gegen den Tabellendritten Duisburg Ducks phasenweise. Bei der 5:13-Niederlage (2:7, 0:2, 3:4) setzte es binnen neun Minuten sieben Gegentore. Während die Zukunft des Teams ohnehin ungewiss ist, rutschen die Chiefs in der Tabelle immer näher an die Abstiegsränge heran.

"Wenn du in dieser Bullenhitze nur mit zwei Reihen auflaufen kannst, kannst du nicht viel mehr erwarten", sagte Pressesprecher Christian Haas. So waren die Chiefs gestern wieder einmal personell gebeutelt, unter anderem fehlte die niederländische Fraktion aus ungeklärten Gründen, was auch den völlig gefrusteten Trainer Marcel Mörsch ratlos machte: "Was willst du machen, wenn dir dann am Spieltag noch einmal Leute absagen?"

Der Start in die Partie verlief dennoch vielversprechend, nach vier Minuten hatten Sascha Drehmann und Kai Erlenhardt die Gastgeber mit 2:0 in Führung gebracht. Es folgte allerdings der totale Einbruch: Zwischen den Minuten zehn und 19 traf Duisburg sage und schreibe sieben Mal. "Da haben wir völlig den Faden verloren, standen echt blöd und waren stehend K.o.", sagte Haas. "Die sind einfach an uns vorbeigerannt." Danach war das Spiel entschieden, auch wenn Jakob Matzken und zweimal Raphael Scheu im letzten Drittel noch ein wenig für ihre persönliche Torquote machen konnten. "Mehr war heute mit dieser Mannschaft auch nicht zu erwarten", meinte Mörsch, aus dem gestern kaum mehr als diese knappe Erkenntnis herauszubekommen war.

Den Spielern auf dem Feld wollte Haas keinen Vorwurf machen: "Die Jungs haben sich voll reingehauen und sich aufgeopfert. Die waren völlig am Ende und können sich überhaupt nichts vorwerfen lassen. Unser kleiner Kader kann so viele Ausfälle halt einfach nicht verkraften." In der Tabelle trennen die Chiefs nur noch drei Punkte von den Berlin Bulldogs und den Abstiegsrängen. "Nächste Woche gegen Lüdenscheid müssen Punkte her. Sonst reicht es irgendwann einfach nicht mehr", meinte Haas.

Ihr Bundesligadebüt feierte die 19-jährige Carolin Walz, die zu Beginn des zweiten Drittels für Dario Khazaei zwischen die Pfosten rückte und dort durchaus dazu beitrug, dass der Sturmlauf der Ducks gestoppt werden konnte.

Quelle: NGZ
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