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Lokalsport
Die französischen Wetter sind "heiß" auf Rennen in Neuss

Neuss. Natürlich war es beim Dachverband in Köln wieder ein Kampf um jeden Starter. Das allerdings war auch nicht anders zu erwarten, doch im Gegensatz zu den Befürchtungen um eine Absage werden am Dienstag (diesmal ab 16.55 Uhr) wieder sieben Rennen mit diesmal 57 Pferden auf der Galopprennbahn an der Neusser Hessentorbrücke gestartet. Mit dabei sind in Andrasch Starke (drei Ritte) und Alexander Pietsch (fünf Ritte) auch die beiden Führenden der deutschen Jockey-Bestenliste. Im zweiten Rennen tritt der Wallach Newnton Lodge mit Patrick Gibson wieder an, der beim Saisonauftakt am vergangenen Dienstag die Gegner nach Belieben beherrschte. Von Klaus Göntzsche

Natürlich hoffen die Verantwortlichen auf einen besseren Wettumsatz als der Saison-Minus-Rekord von 34.891 Euro, davon nur 10.480 Euro auf der Bahn und damit nach Abzug aller Kosten nicht einmal die Kosten für das Personal und die Technik deckend. Dazu auf NGZ-Anfrage Rennvereins-Präsident Jan Antony Vogel: "Die Ursachen dürften vielschichtig sein. Das Wetter spielte sicher beim Bahnumsatz eine Rolle, erklärt aber nicht die schlechten Vorwettenumsätzen. Diese Umsätze sind aber ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit eines Renntages. Ich werde aber derzeit nicht spekulieren, sondern erst die Analyse abwarten."

Was Vogel in diesem Zusammenhang nicht erwähnte: Die Umsätze auf die Rennen aus Neuss in Frankreich waren sensationell gut. Auf die Wettarten Sieg und Platz kamen im zweiten Rennen über 100.000 Euro zusammen, nur einmal blieben die Umsätze unter 85.000 Euro. Von diesen guten Zahlen profitiert der PMU-Partner German Tote in Form von Provisionen. Damit werden dann die Kosten für die Winter-Rennen abgesichert. Die Übertragung aus Neuss war amvergangenen Dienstag mit den Bahnen im belgischen Mons und der populären Trabrennbahn von Vincennes gekoppelt, das hat den Umsatz sicher hochgetrieben.

Der noch in der deutschen Amateur-Bestenliste gemeinsam mit Vinzenz Schiergen führende Neusser Robin Weber (16) wird in Kürze eine Jockey-Ausbildung bei Trainer Henk Grewe in Düsseldorf beginnen. Er gilt als echtes Talent, doch bei einem Gewicht von nicht unter 56 Kilogramm und seiner Körpergröße sind jeder Jockey-Laufbahn enge Grenzen gesetzt. Robin Weber war gestern beim Meeting in Iffezheim am Start, reitet am Sonntag gute Pferde in Bremen und ist auch am Dienstag auf der Heimatbahn im Einsatz. Das alles noch im Status eines Amateurs.

Im letzten Rennen am Sonntag in Iffezheim sattelt Axel Kleinkorres mit Mood Indigo unter Ian Ferguson eines seiner Top-Pferde mit vier Siegen in diesem Jahr.

Quelle: NGZ
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