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Lokalsport
Die Jagd ist eröffnet

Lokalsport: Die Jagd ist eröffnet
Dieses Bild hat es lange nicht mehr gegeben im TSV-Bayer-Sportcenter: Das 22:21 über die SG Bietigheim bedeutete gestern Abend den ersten (sportlich errungenen) Heimsieg des TSV Bayer Dormagen seit dem 27. September. FOTO: H. Zaunbrecher
Dormagen. Handball-Zweitligist Bayer Dormagen meldet sich im Abstiegskampf zurück: Beim 22:21 über Bietigheim überragen Bartmann und Bettin. Von Volker Koch

Vor dem Anpfiff hatte Sven Bartmann seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. Während der 60 hochdramatischen Handballminuten gestern Abend vor 1052 Zuschauern im TSV-Sportcenter wurde der Torhüter des TSV Bayer Dormagen zum überragenden Mann - und das nicht nur, weil er in der Schlusssekunde einen Wurf von Andre Lohrbach um den Pfosten drehte und so den 22:21-Erfolg (10:11) über die mit drei Siegen in Folge angereiste SG Bietigheim festhielt.

Die wichtigste Erkenntnis des gestrigen Abends: In dieser spielerischen und mentalen Verfassung haben die Dormagener tatsächlich die Chance, die angekündigte "Jagd" um die zum Klassenerhalt in der Zweiten Liga erforderlichen Punkte erfolgreich zu gestalten. Wenn nicht das Verletzungspech erneut zuschlägt - zwei Minuten vor dem Schlusspfiff humpelte Sergio Muggli mit einer noch nicht diagnostizierten Fußverletzung aus der Halle. Der kleine, aber enorm kräftige Schweizer hatte zuvor ein glänzendes Debüt auf der Regieposition gefeiert. Seine Einwechslung nach 14 Minuten verlieh dem Angriffsspiel die nötigen Impulse, um einen 4:10-Rückstand (20.) noch vor der Pause aufzuholen (10:10, 29.).

Überragend neben Bartmann Max Bettin, dem seine verwandelten Siebenmeter - zuvor scheiterten Alexander Feld und Sebastian Damm am isländischen Nationaltorhüter Aron Edvardsson - die nötige Sicherheit gaben, um am Ende mit 12/5 Toren der mit Abstand beste Werfer zu werden. Beim 14:13 durch Jo-Gerrit Genz (41.) ging Bayer erstmals in Führung, beim 19:15 durch Bettin (50.) schien der erste (sportlich erkämpfte) Heimsieg seit dem 27. September zum Greifen nah. Doch es wurde noch einmal eng, und als Bettin Strafwurf Nummer sechs am Tor vorbei warf (59.), Doetsch und Damm anschließend an Edvardsson scheiterten, bedurfte es schon der 13. Glanzparade Bartmanns in der Schlusssekunde, um zwei ganz wichtige Punkte in Dormagen zu behalten.

Quelle: NGZ
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