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Die Premiere des Neusser Osterlaufs macht Lust auf mehr

Lokalsport: Die Premiere des Neusser Osterlaufs macht Lust auf mehr
Über zehn Kilometer knüpfte der Neusser Habtom Tedros (r.) nahtlos an seine zuletzt starken Ergebnisse an. FOTO: Woi
Neuss. Die 500 hatte er vorsichtig angepeilt, mit knapp über 600 Startern endete der 1. Neusser Osterlauf für Veranstalter Simon Kohler als voller Erfolg. "Was für ein geiler Tag", bilanzierte der Chef der "ID4Sports"-Agentur, der nach dem Firmenlauf (Südpark) und Silvesterlauf (Uedesheim) einen dritten kommerziellen Lauf in Neuss geschaffen hat. Von Christos Pasvantis

Bei perfektem Frühlingswetter und guter Stimmung im Rheinpark und im Hammfeld ganz vorne mit dabei war Nikki Johnstone: Der Lehrer an der Internationalen Schule in Neuss (ISR) war als großer Favorit in den Halbmarathon gegangen und stellte in 1:08,51 Stunde auf der eigentlich als eher langsam eingestuften Strecke eine persönliche Bestleistung auf. "Heimspiele sind eben immer am schönsten", sagte der Schotte, der schon beim Bambinilauf am Morgen für den Nachwuchs vorauslief: "Das hat mit den Kiddies super viel Spaß gemacht", fand Johnstone, der sich später auf dem für ihn nicht unbekannten Areal bestens zurechtfand: "Wir trainieren, wie auch viele andere Läufer, sowieso oft im Rheinpark. Eine schöne Strecke, dazu noch die strahlende Sonne heute - perfekte Bedingungen." Umso mehr, da sich der Erftlaufsieger mit seinem haushohen Sieg vor René Haas (1:21,41) und Lukas Streese (1:22,30) auf einem guten Weg zu seinem Ziel, der Zweieinhalb-Stunden-Mauer beim Marathon Düsseldorf am 29. April, zu sein scheint. Bei den Frauen kam die Aachenerin Anne Lubjuhn (1:31,20) vor Silvia Michalka (Grafenberg, 1:37,29) und Ulrike Adriany (Mülheim, 1:37,55) ins Ziel.

Auch über zehn Kilometer gab es einen Neusser Heimsieg, weil Habtom Tedros (TG Neuss) nahtlos an seine zuletzt starken Ergebnisse anknüpfte: Tedros sprintete in 33:41 Minuten förmlich über die Ziellinie und war dabei längst aus den Augen seiner Verfolger Karsten Kruck (34:07) und Hagen Bierlich (34:28) geraten. "Es war zwar ein bisschen windig", sagte Tedros, "aber die Zeit ist am Ende dann ja doch gut gewesen. Das hat Spaß gemacht."

Ähnlich äußerte sich auch Anna Plinke. Die Regensburgerin, einst Deutsche Meisterin im Halbmarathon und Crosslauf, war in 37:17 Minuten wieder im Zielbereich vor dem Holiday Inn angekommen und landete damit vor Johanna Pfützenreuter (41:54) und Natalie Hoffmann-Lenz (43:11). "Ich bin mit einer coolen Gruppe gelaufen und die Strecke am Rhein entlang war echt schön", fand die 30-jährige, die sich in der Vorbereitung auf die Halbmarathon-DM in Hannover befindet. "Da kam der Lauf hier genau gelegen." Damit sprach sie einen Punkt an, der Organisator Kohler überhaupt erst zur Ausrichtung des Laufs bewogen hatte "Der Trend geht in den letzten Jahren eindeutig wieder zum Halbmarathon. Mit dem Osterlauf wird da endlich mal wieder an die einst große Tradition im Rhein-Kreis angeknüpft", sagte er und sieht sich angesichts von 171 Finishern über die 21,1 Kilometer bestätigt. Für die zweite Auflage hat er schon ein ehrgeiziges Ziel: "Im nächsten Jahr wollen wir die 1000er-Marke anpeilen."

Quelle: NGZ
 
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