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Lokalsport
Die Rekord-Show der Elephants ist perfekt

Grevenbroich. Mit dem siebten Sieg im siebten Spiel bricht der Basketball-Regionalligist die von der Grevenbroicher Meistertruppe 2002 aufgestellte Bestmarke. Von Dirk Sitterle

Wie sehr wollten die Regionalliga-Basketballer der NEW' Elephants den Startrekord. So sehr, dass Trainer Hartmut Oehmen sein Team noch während der Aufwärmphase zurück in die Kabine holte, weil er die Spannung auf dem Feld vermisste. Damit überraschte er selbst seinen spielenden Co-Trainer Simon Bennett, obwohl der bereits seit einer gefühlten Ewigkeit mit dem zu außergewöhnlichen Aktionen neigenden 51-Jährigen zusammenarbeitet. "Eine Auszeit schon vor dem Spiel habe ich auch noch nicht erlebt", sagte er schmunzelnd.

Die Maßnahme entfachte auch deshalb große Wirkung, weil der Coach seine Jungs in dieser Saison während einer Partie überhaupt erst einmal zum Rapport einberufen hatte. Die Extraportion Adrenalin trieb die Gastgeber vor rund 500 Zuschauern schließlich zu einem erstaunlich souveränen 95:77-Heimerfolg (Halbzeit 52:42) über den TV Ibbenbüren. Mit dem siebten Sieg im siebten Spiel verbesserten die Elephants 2.0 auch die Bestmarke der Meistertruppe von 2003, die zum Start sechs Mal in Folge ungeschlagen geblieben war. Noch beeindruckender am Auftritt des Tabellenführers war freilich, mit welcher Selbstverständlichkeit er einen personell überaus ordentlich aufgestellten Gegner beherrschte. Sicher, bis zur Halbzeitpause schlugen sich die mit einer Serie von fünf Niederlagen hintereinander angereisten Gäste wacker, erarbeiteten sich an den Brettern sogar ein leichtes Plus (18:13-Rebounds). Auch die elf Gegenpunkte bei zweiten Wurfchancen passten Oehmen ganz und gar nicht in den Kram. Doch schon in den ersten 20 Minuten deutete sich an, dass die Basketballer aus dem Teutoburger Wald den Elephants nicht auf Dauer würden Widerstand leisten können. Während die Hausherren von der Bank durch Marcus Delpeche (14), der seinen recht früh in Foulprobleme geratenen Zwillingsbruder Malcom Delpeche ersetzte, und Simon Bennett (2) 16 Zähler bekamen, brachten die Ersatzleute des tvi gemeinsam nur sieben Punkte zustande.

Vor dem dritten Viertel fragte Oehmen darum: "Ist es schon mal vorgekommen, dass die Elephants zu Hause nach einem Zehn-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit ein Spiel noch verloren haben?" Zur Sicherheit schärfte er seinen Mannen vor dem Gang aufs Spielfeld ein: "Wenn ihr jetzt rauskommt, ist das einzig und alleine eine Sache der Mentalität. Die haben seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen, also zeigt denen gefälligst, dass auch bei uns nichts geht!"

Und genau das taten die Grevenbroicher: Bis zur 28. Minute erlaubten sie Ibbenbüren nur sechs Punkte, Marcus Delpeche sorgte mit einem Korb zum 68:48 (26.) für eine vorentscheidende 20-Punkte-Führung. Als der Spitzenreiter seinen 14:0-Lauf beendet hatte, stand es 77:48 (30.). Der mit 25:8 gewonnene dritte Abschnitt war ein Akt der totalen Dominanz. Dass seine Mannschaft dazu fähig ist, beeindruckte auch den Coach. "Ibbenbüren hatte absolut keine Chance", stellte er fast ungläubig fest. Denn die erste Fünf ist mit Maikel Post (17 Punkte), Michael Harvey (16), dem schon zur Halbzeitpause mit vier Fouls belasteten Pro A-Profi Benjamin Fumey (12), Albert Del Hoyo (10) und Streetball-Ass Omar Zemhoute (3) gar nicht mal schlecht. Doch gegen die diesmal von Gerrell Martin (26), Marko Boksic (17), Marcus Delpeche (16) und Farid Sadek (12) angeführten Elephants, bei denen alle zehn eingesetzten Akteure trafen, reicht das eben nicht. An seine Leistungsgrenze musste auch am Samstag kein Grevenbroicher gehen. Doch das sollte sich in den kommenden Wochen ändern ...

Quelle: NGZ
 
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