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Lokalsport
Die tolle Serie der Tigers ist zu Ende

Neuss. Nach acht Siegen in Folge verliert der Basketball-Zweitligist in Göttingen 75:83 Von Dirk Sitterle

Was haben die TG Neuss Tigers mit dem FC Bayern München gemeinsam? Nun, der Fußball-Erstligist kassierte am Samstag mit dem 0:1 in Dortmund nach acht Siegen in acht Spielen seine erste Niederlage unter Trainer Carlo Ancelotti. Die in der Zweiten Basketball-Bundesliga Nord ebenfalls mit acht Siegen in die Serie gegangenen Mädels der TG unterlagen gestern Abend im Topspiel bei der BG 74 Veilchen Ladies Göttingen mit 75:83 (Halbzeit 37:45) und gaben damit eine Woche vor dem direkten Duell an der Bergheimer Straße die Tabellenführung an das nun allein noch ungeschlagene Wolfpack Wolfenbüttel ab.

Die Tigers, bei denen die 17-jährige Lea Brückner aufgrund ihrer Athletik und der Ausfälle von Franziska Worthmann, Ronja Spießbach und Karo Tzokov in der Anfangsformation stand, starteten forsch ins Spitzenspiel, Punkte von Anne Storck (4), Jana Heinrich (2) und Dara Taylor (1) bescherten ihnen bis zur dritten Minute eine 7:0-Führung. Die Gastgeberinnen, die in der routinierten Johanna Hirmke nur eine in Deutschland geborene Akteurin in die erste Fünf beordert hatten, reagierten - vor allem mit Verdine Warner: Die 1,96 Meter große Centerin aus der Karibik markierte bis zum 7:9 (5.) alle Punkte der Veilchen und hatte nach dem ersten Viertel, in dem für Göttingen außer ihr lediglich Katarina Flasarova und Alissa Pierce (je 4) trafen, bereits zehn Zähler auf ihrem Konto. Trotzdem gewann Neuss (Storck mit sieben und Kita Waller mit sechs Punkten) den ersten Abschnitt mit 26:18. Das zweite Viertel gehörte allerdings den Veilchen, die mit einem 11:3-Lauf ausgleichen konnten (29:29/15.) und wenig später sogar mit 39:31 vorne lagen. Dabei verließ sich das Team aus Niedersachsen neben Verdine Warner (16 Punkte/7 Rebounds in Hälfte eins) in erster Linie auf die ehemalige Erstliga-Topscorerin Alissa Pierce (10). Dieses Duo vor allem sorgte in der Offensive dafür, dass Göttingen den zweiten Durchgang mit 27:11 gewann.

Natürlich wäre danach noch genug Zeit gewesen, für die Wende zu sorgen, "doch es ist uns zu keiner Zeit gelungen, Verdine Wagner unter Kontrolle zu bekommen", räumte Trainer Janina Pils ein. Unterstützung fand die große Centerin, für die am Ende neben 26 Punkten 17 Rebounds zu Buche standen, bei Pierce (20) und der jungen Merle Wiehl (16 Punkte/11 Rebounds).

Die erste Saisonniederlage hatte Janina Pils indes schnell abgehakt: "In Göttingen zu verlieren, ist absolut kein Drama. Der Gegner hat sein Spiel gemacht und hat zu 100 Prozent verdient gewonnen." Aufs Gemüt schlug der 33-Jährigen jedoch das in ihren Augen respektlose Verhalten der Unparteiischen Florian Möllmann und Jan Richter, mit deren Leistung selbst die siegreichen Gastgeber derartig unzufrieden gewesen seien, "dass die Schiedsrichter damit drohten, die Halle räumen zu lassen. Ums das klarzustellen: Sie sind nicht schuld an unserer Niederlage, das sind wir ohne Zweifel selber, aber dass ich nach Spielschluss hinter ihnen herlaufen muss, um mich von ihnen zu verabschieden, habe ich noch nie erlebt."

Quelle: NGZ
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