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Lokalsport
Dieser Sieg kommt für die TG Neuss vielleicht zu spät

Rhein-Kreis. Tischtennis-Oberliga: Beim 9:4 gegen Tabellenführer Ronsdorf zeigen Servaty und Co. ihre bisher beste Saisonleistung.

Angeschlagene Boxer sind einer Redensart nach die gefährlichsten. Dass dies auch für Tischtennis-Teams gilt, hat jetzt die TG Neuss in der Oberliga bewiesen. Noch vor zwei Wochen, nach der ernüchternden Auswärts-Niederlage in Ochtrup, sah es so aus, als sei die Saison für die Quirinusstädter gelaufen. Die gesteckten Ziele von der Meisterschaft und dem Aufstieg vorzeitig verpasst. Jetzt haben die Neusser eine tolle Trotzreaktion gezeigt. Ausgerechnet gegen den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter TTV Ronsdorf gelang die bisher stärkste Saisonleistung. Mit 9:4 wurde der Primus besiegt.

"Super, eine sensationelle Leistung", fand Kapitän Bernd Forelle. Ein Blitzstart mit drei gewonnenen Doppeln brachte die Neusser in eine gute Ausgangsposition. Nach den Siegen von Servaty/Schwarz (3:1 gegen Wan/Holt) und Wei/Lennertz (3:2 gegen Tran Le/Harler) erkämpften sich Thomas Schettki und Guido Schmitz einen knappen 12:10-Erfolg im Entscheidungssatz gegen Lindner/Höhl. Im Spitzenpaarkreuz unterstrich Topspieler Michael Servaty, warum er vor einer Woche von den Westdeutschen Einzelmeisterschaften in Erkelenz die Silbermedaille mit nach Hause gebracht hat. Sowohl im ersten Duell gegen Minh Tran Le als auch in der zweiten Partie gegen die Nummer eins der Ronsdorfer, Guohui Wan (3:1) zeigte Servaty eine eindrucksvolle Vorstellung. Auch Sebastian Schwarz biss sich durch. Der an der Schulter verletzte zweite Top-Akteur der TG gewann nach verlorener erster Partie gegen Wan die zweite Begegnung gegen Tran Le in vier Sätzen. In der Mitte überzeugte Yannic Lennertz mit zwei Siegen gegen Michael Holt (3:1) und Tim Lindner (3:2), gegen den er beim Stand von 8:4 für die TG den Siegpunkt im Entscheidungssatz holte. Ran Wei steuerte mit seinem Sieg gegen Tim Lindner (3:1) einen Zähler bei.

Die DJK Holzbüttgen ist nur knapp an einer großen Überraschung vorbeigeschrammt. Ohne drei Stammspieler (Jan Medina, Joachim Beumers und Zhiqiang Cheng) unterlag das Sextett nur mit 6:9 beim TB Burgsteinfurt. "Wir standen hier ganz nah vor einer Sensation", meinte Stefan Vollmert, der in der Mitte gegen Marc Beuing für einen Zähler sorgte. In der ersten Runde musste er sich genauso wie Daniel Porten nach vergebenen Matchbällen mit nur zwei Bällen Unterschied im Entscheidungssatz geschlagen geben. Spitzenspieler Yang Li war mit zwei Einzelsiegen (gegen Klaas Lüken und Konstantin Schröder) und einem Doppelsieg mit Nicolas Kasper erfolgreichster Akteur. Mann des Abends war aber Sven Schaller, der in der Hinrunde noch in der vierten DJK-Mannschaft gespielt hat. Er besiegte mit Daniel Porten das Spitzendoppel der Gastgeber und holte gegen Sascha Beuing auch einen Einzelzähler.

(-rust)
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