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Dirk Gärtner tritt ab und bald wieder an

Lokalsport: Dirk Gärtner tritt ab und bald wieder an
Der Fußball spielt eine große Rolle in ihrem Leben: Bisher führte Dirk Gärtner (oben) die Schiedsrichter im Fußballkreis, jetzt gab der Dormagener den Staffelstab an Yunis Duran (kleines Bild) weiter. FOTO: Archiv/fupa-net
Rhein-Kreis. Nach seinem Rücktritt von der Spitze des Kreis-Schiedsrichterausschusses gilt der Dormagener als heißer Kandidat für den Vorsitz im Fußballkreis. Als sein Nachfolger bei den Unparteiischen wurde Yunis Duran einstimmig gewählt. Von Sophie Rhine

Nach sechs Jahren Amtszeit verkündete Dirk Gärtner auf dem Kreisschiedsrichtertag in der Nievenheimer Gesamtschule seinen Rücktritt. Seine Nachfolge tritt Yunis Duran an, der bisher als Beisitzer fungierte und für die Ansetzungen verantwortlich war. Gärtner wird voraussichtlich auf dem Kreistag am 2. Mai in Holzbüttgen für das Amt des Kreisvorsitzenden kandidieren.

Hermann-Josef Koch, der Kreisvorsitzende, stellte direkt in seinen Grußworten klar: "Ohne Schiris geht es nicht," und bedankte sich damit bei allen anwesenden und aktiven Schiedsrichtern. Ralf von Hoost aus dem Verbandsschiedsrichter-Ausschuss stimmte seinem Vorredner kurz und knapp zu und betonte h die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Grevenbroich-Neuss in den vergangenen Jahren. "Obwohl der Kreis relativ klein ist, kommen hier mit die meisten Jugendschiedsrichter her, die Aus- und Fortbildung ist optimal, so dass der Kreis auch in höheren Ligen vertreten ist." Marcus Droste, bisher für die Ausbildung zuständig, wechselt nun jedoch in den Verbands-Lehrstab. Seine Aufgaben übernimmt künftig ein Duo aus Tim Brüster und Aykut Bucde.

Bevor es jedoch zur Wahl eines neuen Ausschusses kam, wurden im Rahmen der Aktion "Danke Schiri" zwei Unparteiische ausgezeichnet. Jochen Hof von der Dekra überreichte dem 23-jährigen Ufuk Oruzbeyi die erste Urkunde. Ufuk ist seit 2012 als Schiedsrichter tätig und nach 180 gepfiffenen Spielen in der Bezirksliga unterwegs. Zudem ist er Pate und Ansprechpartner für Jugendschiedsrichter und übernimmt Schulungen für Unparteiische mit Migrationshintergrund, sowie die Organisation von Workshops und Ausflügen. "Ich wusste nichts von der Auszeichnung, aber ich freue mich riesig", meinte Ufuk überrascht. "Es macht mir einfach Spaß, mit den Jugend-Schiris zusammenzuarbeiten."

Der zweite Preisträger war Karl Heinz Kobus, ein Urgestein im Schiedsrichterkreis. Seit 1973 leitete er über 1200 Begegnungen und ist - soweit es die Gesundheit zulässt - immer noch aktiv in der Kreisliga C unterwegs. Zudem steht auch er den Jugendschiedsrichtern mit seiner Erfahrung als Pate zur Verfügung, wirbt kräftig für den Job, organisiert die Weihnachtsfeier sowie Gedenkfeiern für die verstorbenen Kollegen.

Dann schritten die 81 anwesenden Schiedsrichter zum Hauptpunkt der Tagesordnung: der Neuwahl des Vorsitzenden. Yunis Duran wurde als einziger Kandidat vorgeschlagen und anschließend einstimmig und unter tosendem Applaus gewählt. Gerd Kalitzky wurde als Beisitzer bestätigt, neu hinzu kommt Ufuk Oruzbeyi. Jugendschiedsrichterreferent Patrick Rudolf behält sein Amt weiterhin.

Die Danksagungen für Droste, dessen Schulungen "immer lehrreich und unterhaltsam waren" und Gärtner übernahm Gerd Kalitzky. "Dirk hat immer frischen Wind mitgebracht und uns stets gefordert, zum Teil sogar überfordert", sagte der Beisitzer mit einem Schmunzeln. "Aber er war ein Team-Player." Dirk Gärtner betonte seinerseits, dass er nicht von der Bildfläche verschwinden werde: "Ich bin gerne weiter dabei und freue mich auf weitere Tätigkeiten und neue Zusammenarbeiten."

Mit der von ihm aufgebauten Basis kann Yunis Duran nun weiterarbeiten. "Auf einer Klausurtagung vor sechs Wochen hat Dirk mich gefragt, ob ich das Amt übernehmen würde", berichtete Duran. "Ich musste einmal drüber schlafen, dann habe ich zugesagt. Bisher war ich eher für das Tagesgeschäft zuständig, habe die Ansetzungen und Lehrgänge geplant, jetzt wird mein Job eher administrativ. Aber wir waren bisher ein starkes eingeschworenes Team, das muss weiterhin so bleiben." Die Zustände im Kreis beschrieb er als "paradiesisch. Wir haben die beste Jugendarbeit und arbeiten vernünftig mit den Vereinen zusammen. Ich hoffe, dass das Teamplay weiter so super klappt."

(srh)
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