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DJK Gnadental drohen Wasserspiele

Lokalsport: DJK Gnadental drohen Wasserspiele
Kein Archivbild aus dem vergangenen November, sondern ein aktuelles Foto von Montagnachmittag: Fußball-Bezirksligist DJK Gnadental drohen in dieser Saison jede Menge "Wasserspiele". FOTO: djk gnadental
Rhein-Kreis. Der Aschenplatz des Bezirksligisten befindet sich vor dem ersten Heimspiel heute Abend gegen Meerbusch in einem katastrophalen Zustand. Am Sonntag erwartet der TuS Grevenbroich in Elfgen den Absteiger TSV Bayer Dormagen. Von Christos Pasvantis

Wenn heute um 19 Uhr der zweite Bezirksligaspieltag mit dem Duell Gnadental gegen Meerbusch eröffnet wird, dürfte die Partie herzlich wenig mit einem Sommerkick zu tun haben. Doch mit ihrem unzumutbaren Aschenplatz wird sich die DJK noch länger herumplagen müssen.

DJK Gnadental - TSV Meerbusch II. Angesichts eines akuten Problems gerät das Sportliche in Gnadental aktuell in den Hintergrund. Dieses Problem heißt Aschenplatz (Fachdeutsch: Tennenplatz), ist gut 40 Jahre alt und könnte in Zukunft häufiger dafür sorgen, dass das Sportliche am Nixhütter Weg erst gar nicht zustande kommt. Bei Regen bilden sich tiefe Pfützen, die oft erst nach Tagen verschwinden. Dies führte in der vergangenen Woche dazu, dass mehrere Trainingseinheiten von Jugendteams und am Sonntag sogar das Heimspiel der DJK-Reserve gegen die DJK Rheinkraft II abgesagt werden mussten.

"Die Gnadentaler Tennenplätze gehören zu den Sportplätzen, die technisch gesehen in Neuss den höchsten Erneuerungsbedarf haben", formuliert Sportamtsleiter Uwe Talke in einem unserer Redaktion vorliegenden Schreiben an die DJK. Gleichzeitig klingt aber auch durch, dass mit einer Erneuerung in nächster Zeit nicht zwingend zu rechnen sein dürfte. Ohnehin käme nur ein kompletter Neubau in Frage, da sich unter dem Platz über die Jahrzehnte eine zentimeterdicke Eisenschicht gebildet hat, die ein Versickern des Wassers unmöglich macht. "Wenn es schon im August so aussieht, wie soll es dann erst im November sein", fragt Ernst Rohr, Zweiter Vorsitzender der DJK, die momentan zwölf Mannschaften stellt. Ein Gutachten beweist zudem, dass die Flutlichtanlagen nicht mehr vorschriftsgemäß sind.

Für Trainer Jörg Ferber hat dies fatale Folgen, zumal der anliegende Rasenplatz wegen fehlenden Flutlichts abends nicht genutzt werden kann: "Die Bilder sprechen doch für sich. Unter diesen Umständen werden noch viele Spiele ausfallen." An Training sei oft gar nicht zu denken: "Laufen gehen können wir ja noch im Wald. Aber wir sind ein Team, das Fußball spielen will." In einer Stadt wie Neuss sei dies für ihn nicht akzeptabel: "Wenn man beachtet, dass wir gemeinsam mit Uedesheim und Holzheim die höchstspielende Mannschaft der Stadt sind, ist das schon bedenklich." Auf das Spiel freut er sich dennoch - und das, obwohl nun auch noch Spielmacher Sa Franciamore mit einem gebrochenen Zeh auszufallen droht: "Das ist für uns eine mittlere Katastrophe. Meerbusch ist ein starker Gegner, wir werden aber trotz der ganzen Verletzten eine gute Elf stellen."

TuS Grevenbroich - TSV Bayer Dormagen. Das Platzproblem ist im Schlossstadion in wenigen Wochen gelöst, wenn der Bau des Hybridrasens dort fertiggestellt ist. Am Sonntag weicht der TuS, der Meerbusch in der Vorwoche mit 1:0 schlug, auf den Elfgener Kunstrasen aus. Gästecoach Carlos Perez ist nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen Meer selbstbewusst: "Das Spiel war gut, zumindest 70 Minuten lang. Wir wollen in Grevenbroich mindestens einen Punkt holen." Vor den erprobten TuS-Spielern hat er mit seiner jungen Mannschaft dennoch Respekt: "Mit Erfahrung kann man eine schlechte Vorbereitung wettmachen. Wir werden Gas geben, das wird ein Spiel auf Augenhöhe."

Sportfreunde Neuwerk - SV Uedesheim. Beim Aufsteiger will der SVÜ auf Konter lauern. "Neuwerk muss etwas machen. Wir werden mal schauen, was die uns anbieten und dann die Räume nutzen", sagt Trainer Guido Kopp, der in Malte Hauenstein, Dwight Granderath und Hussein Hammoud schließlich eine der besten Angriffsreihen der Liga stellt. "Die Qualität vorne ist für diese Liga außergewöhnlich. Wir müssen aber auch die Torchancen nutzen", meint er.

SC Kapellen II - DJK/VfL Willich. Mit dem 2:2 in Holzheim war der SCK nicht zufrieden, startete er doch mit großen Ansprüchen in die Spielzeit. Aufsteiger Willich dürfte ebenfalls nicht viel riskieren, weswegen die Heimpremiere für Kapellen wohl zum Geduldspiel wird.

BW Meer - Holzheimer SG. Die HSG würde den Punkt in Meer hingegen gerne mit einem Dreier veredeln. Spielt sie genau so frech und munter nach vorne wie in der Vorwoche, steht dem n nichts im Wege.

SC Schiefbahn - SG Kaarst. Keine fünf Kilometer muss die SG zu ihrem ersten Auswärtsspiel fahren. Das 4:1 gegen den PSV war ein erster Eindruck davon, zu was Kaarst in der Lage ist. Aber auch die Gastgeber waren beim 3:3 in Willich bis in die Nachspielzeit auf Siegkurs.

Quelle: NGZ
 
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