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Lokalsport
DJK Gnadental muss plötzlich wieder zittern

Kaarst. Während der abstiegsbedrohte Bezirksligist 1:3 in Kaarst verliert, rückt Rheydt bis auf einen Zähler an die DJK heran. Von Christos Pasvantis

Mit einem Sieg in Kaarst hätte sich die DJK Gnadental bereits gestern den Klassenverbleib sichern können. Nach einer ganz schwachen Vorstellung ist dieser aber fraglicher denn je. Durch die 1:3-Pleite (0:1) bei der SG Kaarst schrumpft der Vorsprung auf den Rheydter SV auf einen Zähler. Der RSV setzte sich mit 3:2 gegen Grün-Weiß Holt durch und trifft am letzten Spieltag auf den TuS Grevenbroich. Gnadental muss sein Heimspiel gegen den SV Lürrip also zwingend gewinnen, um die Liga aus eigener Kraft zu halten.

Dementsprechend ernüchtert war Trainer Jörg Ferber, der sich nach einem sehr couragierten Auftritt im Kreispokalfinale gegen den TSV Bayer Dormagen (0:1) noch berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtssieg gemacht hatte: "Das war ganz einfach zu wenig. Gegen eine gute Kaarster Mannschaft reicht so eine Leistung nicht." An den Pokalauftritt von Mittwoch konnte seine Elf zu keinem Zeitpunkt anknüpfen, ließ im Spiel nach vorne jegliche Kreativität vermissen und war mit dem Endergebnis noch gut bedient. "Wenn du auf so einem tollen Kunstrasen spielst, musst du auch Spaß haben wollen. Das haben wir heute komplett vermissen lassen", sagte Ferber.

Spielfreude strahlten am Kaarster See nur die Gastgeber aus, die ihren vierten deutlichen Sieg in Folge feierten und damit vor allem den Mönchengladbacher Kollegen einen großen Gefallen getan haben. Für Coach Dirk Schneider eine Selbstverständlichkeit: "Wir wollen niemandem helfen, sondern einfach unser Spiel durchziehen." So waren seine Schützlinge von Anfang an das aktivere Team, vor allem an der Laufbereitschaft und dem Einsatz von Rechtsaußen Dennis Brune hätten sich seine Gegenspieler ein Beispiel nehmen sollen. Lediglich Torhüter Patrick Marleaux stemmte sich mit tollen Paraden gegen die Niederlage und verhinderte schon in den ersten 20 Minuten gegen Daniel Sarik und Alexander Cule zweimal den Rückstand. Nichts mehr ausrichten konnte er nach 37 Minuten, als Kamill Niewolik nach einem Steilpass von Özcan Gaman der gesamten Gnadentaler Hintermannschaft davonlief und zum 1:0 traf.

Das besserte sich nach der Pause, als die DJK sogar hätte in Führung gehen können: Sebastian Giesler staubte nach einem Schuss von Serkan Avgören zum Ausgleich ab (53.), Max Fells hätte kurz darauf im Strafraum in Überzahl selber abschließen müssen, statt einen Querpass zu spielen. Diese Fehler bestrafte die trotz des kurzen Sturmlaufs der Gäste über 90 Minuten feldüberlegene SG sofort. Nachdem Torben Krüger Brune foulte traf Marc-Robin Philipp per Elfmeter zum 2:1 (73.), zehn Minuten darauf markierte Cule - wie auch Niewolik übrigens Ex-Gnadentaler - den Endstand. Falls die DJK den Klassenverbleib schafft, plant Ferber im Sommer mit hochkarätigen Neuzugängen: "Von der Qualität her muss das einfach besser werden." Im Gespräch sollen bekanntlich die Franciamore-Cousins, Sascha Pelka und Kai Pelzer (alle vom VdS Nievenheim) sein.

Quelle: NGZ
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