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Lokalsport
DJK Gnadental richtet das Neusser Kellerderby aus

Rhein-Kreis. Holzheim kann im Lokalduell die Abstiegsränge der Bezirksliga verlassen. Gierath empfängt Kapellener Reserve. Von Christos Pasvantis

Die Bezirksligatabelle will sich auch nach elf absolvierten Spieltagen nicht entzerren. Zieht man den MSV Düsseldorf und den SC Kapellen II an den beiden Enden ab, liegt der Rest der Liga auf Augenhöhe. So sind Favoriten vor Runde zwölf kaum auszumachen.

DJK Gnadental - Holzheimer SG. Noch vor zehn Tagen hätte es das damalige Ligaschlusslicht wohl selber kaum geglaubt, aber Holzheim kann im Neusser Derby mit einem Sieg sogar auf einen Nichtabstiegsrang klettern. "Wir sind uns dieser Chance durchaus bewusst und wollen diesen Schritt auch gehen", sagt Trainer Guido van Schewick, der allerdings auf die rotgesperrten Christian Bergmayer und Pascal Heidger verzichten muss. Sein Gegenüber Jörg Ferber hat hingegen wieder mehr Alternativen als in der Vorwoche und fordert einen Dreier: "Wir spielen zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten. Da müssen wir gewinnen, egal wie." Dem Rückschlag bei der 2:6-Pokalniederlage gegen den Kreisligisten FC Zons unter der Woche misst er keine große Bedeutung bei: "Wir haben uns da definitiv nicht mit Ruhm bekleckert. Man darf den Pokal aber nicht überbewerten."

SV Bedburdyck/Gierath - SC Kapellen II. Gierath muss den Rest der Saison ohne seinen Mittelfeldmotor Marcel Preckel absolvieren, der sich bei der 0:1-Pleite in Eller einen Außen- und Kreuzbandriss zugezogen hat. Für den SV ist es nach Julian Glatter und Marvin Walther schon die dritte schwere Knieverletzung. "Daran gehe ich kaputt. Es gibt keinen vorbildlicheren Spieler als Marcel", sagt Trainer Jürgen Steins, der darüber hinaus auch auf Tim Hintzen verzichten muss. Der mit 17 Jahren jüngste Spieler der Liga hatte sich zuletzt einen Stammplatz erkämpft. "Für uns geht es jetzt nur nach dem Motto 'Jetzt erst recht'", findet Steins. Probleme, über die sein Kollege Torsten Müllers auf Kapellener Seite freilich nur müde lächeln kann. Schon die gesamte Saison schleppt sich der Tabellenletzte mit einem Not-Aufgebot von Woche zu Woche. "Für den Gegner ist es als Aufsteiger gegen den großen Nachbarn vom SCK sicher ein besonderes Spiel. Für uns muss es aber noch besonderer werden", sagt Müllers.

FC Delhoven - Schwarz-Weiß Düsseldorf. Nachdem die Überraschungs-Spezialisten aus Delhoven auch aus Kaarst einen Sieg entführten (3:2 nach 0:2), soll gegen die schwächelnden Gäste der nächste Coup gelingen. "Wenn wir da unten rauswollen, müssen wir so einen Sieg zu Hause auch einfach mal vergolden", sagt Coach Sascha Querbach. Lange fehlen wird Torwart Alexander Zölfl, der sich in Kaarst einen Trümmerbruch des Radiusköpfchens im Ellenbogen zuzog.

SG Rommerskirchen/Gilbach - TuRU Düsseldorf II. Auch wenn sich die SG zu Höherem berufen fühlt: Das Heimspiel gegen TuRU fällt derzeit klar in die Kategorie Abstiegskampf. "Wir haben im Kopf immer gedacht, dass wir noch irgendwie nach oben kommen. Aber das sehe ich momentan gar nicht mehr", sagt Trainer Oliver Lehrbach, der mit seiner Elf nach der 2:3-Niederlage in Holzheim hart ins Gericht ging: "Die Mannschaft hat etwas gutzumachen. Ich erwarte eine klare Reaktion, denn das war in der zweiten Hälfte schon fast Arbeitsverweigerung."

TuS Grevenbroich - VfB Hilden II. Was ihn morgen erwartet, kann TuS-Trainer Hermann-Josef Otten bei der VfB-Reserve kaum voraussehen: "Das ist ein Team, das auch von oben profitieren kann und damit unberechenbar ist." 28 Spieler hat Hilden in dieser Saison schon eingesetzt. "In dieser Liga ist das Leistungsgefälle sehr niedrig. Es wird wie meistens ein Spiel auf Augenhöhe", glaubt Otten.

SG Unterrath - SG Kaarst. Auch den Kaarstern bleibt das Verletzungspech treu. Coach Mo Elmimouni rechnet daher nicht mit Konstanz: "Bei dem Umbruch und den Verletzten ist es kein Wunder, dass wir Spiele verlieren. Diese Probleme werden wir noch bis zum Ende der Hinrunde haben."

SV Uedesheim - TSV Eller. Mit einem Sieg über den Tabellenzweiten könnte Uedesheim in der Tabelle klettern. Nach den Siegen gegen Büderich (2:1) und Berghausen (3:0) zeigte die Formkurve zuletzt stark nach oben. Im Kreispokal gab es zudem einen lockeren 5:0-Erfolg über die SG Orken/Noithausen.

Quelle: NGZ
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