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DJK Novesia verschenkt den Aufstieg

Lokalsport: DJK Novesia verschenkt den Aufstieg
Zu Fall gebracht: Novesias Stürmer Christoph Kattner (Nr.9) fällt in dieser Szene nach einer Berührung von Hackenbroichs Keeper Sebastian Lopez Melero zu Boden, den zugesprochenen Elfmeter vergibt Peter Filocha. FOTO: Anja Tinter
Hackenbroich. Kreisliga A: Die Neusser vergeben im Spiel beim TuS Hackenbroich gleich zwei Strafstöße und verlieren am Ende mit 1:2. Damit ist der Traum von der Bezirksliga für das Team von Trainer Mehmet Altin am letzten Spieltag doch noch geplatzt. Von Felix Strerath

Alles war angerichtet, die DJK Novesia brauchte lediglich noch einen Sieg, um den Aufstieg in die Bezirksliga dingfest zumachen. Doch im letzten Saisonspiel beim TuS Hackenbroich versagen den Jungs von Coach Mehmet Altin die Nerven. Mit 1:2 (0:0) verlieren die Neusser Portugiesen und verschenken somit den Aufstieg an den FC Delhoven.

Gleich von Beginn an merkte man der Novesia die Nervosität an: Ungenaue Pässe, Unsicherheit in der Verteidigung und wenig Zug nach vorne prägten die erste Halbzeit der Gäste. Hackenbroich setzte den Aufstiegskandidaten gehörig unter Druck. In der 26. Minute kam Pascal Lopez Melero zur ersten Großchance: Aus 15 Metern setzte er den Ball knapp am Tor vorbei. Nur vier Minuten später klingelte es im Gehäuse der Neusser. Raffaele Colaluce hatte den Ball nach einer Ecke im Kasten versenkt, doch Schiedsrichter Andre Horst entschied auf Foulspiel, Abwehrhüne Manuel Vasconcelos war zu Boden gegangen. Erst kurz vor der Halbzeitpause setzte Novesia den ersten Warnschuss ab. Kapitän Thivaskar Pharathithasan bereitete Hackenbroichs Keeper Sebastian Lopez Melero mit seinem Freistoß Probleme.

In Hälfte zwei ging das Drama dann gleich richtig los. Erst kamen die Gastgeber durch Michael Kandorra direkt nach Wiederanpfiff zur nächsten guten Möglichkeit, ehe Schiedsrichter Horst im Gegenangriff auf Elfmeter entschied. DJK-Stürmer Christoph Kattner hatte Keeper Lopez Melero umkurvt, der ihn dabei mit der Hand am Fuß traf und zu Fall brachte. Peter Filocha, der in der Vorwoche gegen Wevelinghoven vom Punkt noch sicher verwandelt hatte, trat an und vergab: Torhüter Lopez Melero machte seinen eigenen Fehler wieder wett und hielt den halbhoch rechts geschossenen Ball. Zehn Minuten später scheiterte Daniel Tüpprath mit seinem Abschluss an Novesia-Torwart Leon Reinartz, ehe er dann in der 60. Minute zum 1:0 für die Germania einschießen konnte. Sieben Minuten danach der erneute Elfmeterpfiff von Horst: Kattner war im Luftduell im Strafraum zu Fall gegangen. Der Stammelfmeterschütze hatte bereits verschossen, deshalb trat Daniel Oliveira an. Doch auch ihm versagten die Nerven. Er setzte den Ball links neben das Tor. In der 70. Minute wäre es dann fast schon das Ende für den Traum vom Aufstieg gewesen, doch Tüpprath agierte vor dem Tor zu eigensinnig und schloss selber ab.

Neue Hoffnung schöpfte die Novesia eine Viertelstunde vor dem Spielende: Der Unglücksrabe Filocha gleicht aus. Eine Flanke rauscht an allen Spielern vorbei, Vasconcelos berührt den Ball nur noch leicht mit seiner Lockenpracht und fällt ins Tor. Im Anschluss gab es einen offenen Schlagabtausch beider Teams. Vasconcelos traf die Latte, Tüpprath setzte den Ball knapp übers Tor. In der 88. Minute war es dann soweit. Novesia war zu weit vorgerückt, Tüpprath startete nach schönem Pass von Daniel Errens und verlud Torwart Reinartz zum 2:1-Siegtreffer - das Ende der Neusser Aufstiegsträume.

Die Novesia hatte sich mit einer überragenden Rückrunde bis auf Platz zwei vorgekämpft, doch am letzten Spieltag versagten den Spielern von Altin die Nerven. "Das sind schwere Momente. Das nimmt einen emotional mit", gab der Trainer zu. Trotzdem bleibt Altin Realist: "Wir haben das selber verbockt. Wir hatten es in der eigenen Hand und haben zwei Elfmeter verschossen." Für Novesia war es mit Abstand betrachtet trotzdem eine überragende Saison. Nach dem Fastabstieg in der vergangenen Spielzeit jetzt der Fastaufstieg. "Meine Jungs sind stark genug. Wir werden in der nächsten Saison zurückkommen", kündigt Altin an.

Quelle: NGZ
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