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Lokalsport
Dormagen bleibt an der Spitze - zumindest bis Sonntag

Rhein-Kreis. Das Bezirksliga-Spitzenspiel gegen Uedesheim endet Unentschieden. Rommerskirchen kann mit Sieg Nummer zehn vorbeiziehen. Von Christos Pasvantis

Bezirksliga-Spieltag 13 spielt sich zum größten Teil bereits heute Abend ab, vier Kreisvertreter sind dabei gefordert. Dormagen verteidigte zwar am Mittwoch die Tabellenführung, könnte aber von den Rommerskirchener Serientätern abgefangen werden.

TSV Bayer Dormagen (1.) - SV Uedesheim (2.) 1:1 (1:0). Der TSV hat es verpasst, sich im vorgezogenen Liga-Spitzenspiel abzusetzen. Nach Aluminiumtreffern von Henry Thimm und Volker Helm traf Yannick Schmitz nach 42 Minuten zwar per 16-Meter-Lupfer zur verdienten Führung, der eingewechselte Lars Wyschanowski glich kurz vor Schluss aber für die Gäste aus. Dormagens Trainer Carlos Perez war mit der Leistung zufrieden: "Da wäre mehr als nur ein Punkt drin gewesen. Für mich persönlich ist aber wichtig, dass es bei uns von der Spielanlage besser aussah als bei Uedesheim." Das wollte Gästecoach Guido Kopp nicht bestreiten: "Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn das Spiel zur Pause entschieden gewesen wäre und sind von daher mit dem Punkt hochzufrieden". Dass die jüngsten Leistungen seiner Elf nicht mehr denen eines Spitzenteams entsprachen, gibt er zu: "Wir müssen mal wieder ein richtig überzeugendes Spiel machen. Wir haben keinen Zugriff auf das Mittelfeld. Vom Aufstieg haben wir aber sowieso nie gesprochen."

SC Kapellen II (8.) - TuS Grevenbroich (4.). Wegen der anstehenden Hochzeitsreise von SCK-Trainer Torsten Müllers wurde das Spiel auf heute (Anstoß 20 Uhr) vorgezogen und zudem das Heimrecht getauscht, um nicht auf die Grevenbroicher Asche zu müssen. "Das ist für alle Beteiligten das Beste", sagt TuS-Coach André Theißen, der unbedingt den Kontakt nach oben halten will: "Es soll nicht mehr so laufen wie in den letzten Jahren, als wir zur Winterpause schon abgeschlagen waren." Die Spitzengruppe hat auch Müllers noch nicht abgeschrieben, der mit Kapellen aber vor einem harten Abschlussprogramm steht: Nach Grevenbroich warten noch Rommerskirchen, Meerbusch, Dormagen und das Derby gegen Holzheim. "Das wird mal ein richtig interessanter Endspurt", findet er.

DJK/VfL Willich (13.) - SG Kaarst (5.). Eine halbe Stunde zuvor steigt auch in Willich ein Lokalduell - auch wenn es sich nicht so anfühlt. "Geografisch gesehen ist das ja eigentlich ein Derby", meint SG-Trainer Dirk Schneider, "aber wir haben noch nie gegeneinander gespielt." So halten sich die Berührungspunkte zwischen den neun Autominuten voneinander entfernten Vereinen stark in Grenzen. Nach der Beobachtung der Willicher 0:2-Niederlage gegen Lürrip findet Schneider: "Ich kann nicht verstehen, warum die so tief unten stehen. Die spielen guten Fußball."

SV Lürrip (7.) - Holzheimer SG (12.). In Anbetracht der Gesamtsituation hat sich HSG-Trainer Guido van Schewick dazu entschieden, von seinem angedachten Offensivfußball Abstand zu nehmen: "Wir haben natürlich unsere Vorstellungen und sind ein Team, das gerne Fußball spielt. Das ist uns zu Saisonbeginn ja auch gut gelungen. Mit unseren ganzen Ausfällen hat das aber nicht mehr funktioniert, weshalb wir auch viele Gegentore kassiert haben. Wir mussten einfach etwas ändern." So sprang in Uedesheim immerhin ein 1:1 heraus, was aber nichts daran ändert, dass Holzheim seit dem dritten Spieltag auf einen Sieg wartet. "Lürrip ist der klare Favorit. Wir müssen die gleiche Leistung wie in Uedesheim abrufen", sagt der Trainer.

SG Rommerskirchen/Gilbach (3.) - PSV Mönchengladbach (17.). Wenn die heißeste Mannschaft der Liga das Schlusslicht empfängt, fallen Prognosen nicht schwer. Macht die SG am Sonntag nicht alles falsch, fährt sie den zehnten Sieg in Serie ein und ist Tabellenführer. "Ich kann eigentlich nur das gleiche sagen wie in den letzten beiden Spielen. Wir müssen genau so seriös und mit Leidenschaft auftreten", meint Trainer Oliver Lehrbach.

DJK Gnadental (11.) - SC Schiefbahn (16.). DJK-Coach Jörg Ferber redet nicht lange: "Wir müssen gewinnen." Und weil ihm am Sonntag fast eine komplette Elf ausfällt, schließt der 47-jährige nichts aus: "Wenn es sein muss, ziehe ich mir auch wieder selber die Schuhe an."

Quelle: NGZ
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