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Handball
Dormagen gewinnt Lokalduell mit Neuss/Düsseldorf

Handball: Dormagen gewinnt Lokalduell mit Neuss/Düsseldorf
Im Endspiel der B-Jugend probiert Daniel Küpper-Ventura alles, um TSV-Torhüter Yorick Wolters zu bezwingen. Im Finale der A-Jugend beobachtet Tobias Middel (r.) sehr genau, was der Hamburger Tobias Höricke mit dem Ball macht. FOTO: Woi
Gastgeber schaffen es zweimal ins Finale, doch die Turniersiege gehen an den TSV Bayer und den HSV Hamburg. Von Dirk Sitterle

Manchmal haben auch kleine Siege großes Gewicht. Nach der 10:15-Niederlage (Halbzeit 6:8) der nur für den 35. Quirinus-Cup zusammengestellten dritten Mannschaft der HSG Neuss/Düsseldorf im Finale gegen den ältesten Nachwuchs des ehemaligen Champions-League-Gewinners HSV Hamburg stellte Trainer Marco Bauer grinsend fest: "Macht gar nix. Hauptsache wir haben im Halbfinale unsere 'Erste' geschlagen ..."

Gegen die zum letzten Mal von Ex-Weltmeister Torsten Jansen gecoachten Hamburger, die in der Vorschlussrunde den Vorjahressieger aus Chisinau (Moldawien) mit 19:11 bezwungen hatten, hielt die zum größten Teil aus Akteuren der ehemaligen A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft bestehende Truppe der HSG bis zur Halbzeitpause gut mit, lag in der dritten Minuten nach Toren von Tobias Middel (2) und Steffen Prior sogar mit 3:1 vorne. Später glich Carlo Zimmer noch mal zum 4:4 aus (8.). Doch schon in dieser Phase war zu erkennen, dass die von Mittelmann Leif Tissier (fünf Treffer im Finale) angeführten Hanseaten eine Nummer zu groß für die Gastgeber waren. Das sah natürlich auch Bauer ein: "Man hat gemerkt, dass wir gegen eine eingespielte Mannschaft gespielt haben." In den zweiten 12,5 Minuten drehte der HSV, der in der Liga hinter dem TSV Burgdorf und den Füchsen Berlin nur knapp den Sprung ins DM-Viertelfinale verpasst hatte, dann richtig auf: Bis zur 21. Minute gelang der HSG kein Treffer mehr. Künstlerisch wertvoll war zur Krönung dieses Abschnitts der von Dominik Vogt initiierte und von Leif Tissier, dessen Wahl zum besten Feldspieler der A-Jugend zur Selbstverständlichkeit geriet, abgeschlossene Kempa-Trick zum 14:6. Die meisten Tore für die HSG erzielte Max Müller (4).

FOTO: Woitschützke Andreas

Das Lokalderby bei der männlichen B-Jugend ging an den TSV Bayer Dormagen, der im Endspiel Gastgeber HSG Neuss/Düsseldorf mit 19:10 (9:5) schlug. Die Niederlage verdarb Trainer Mark Dragunski aber keineswegs die gute Laune. Aufgeräumt bilanzierte der ehemalige Nationalspieler in Diensten der HSG: "Ich bin total stolz auf das, was wir hier erreicht haben. Dieses Turnier ist schon eine feine Sache, so etwas gibt es in Deutschland nicht so oft." Die mit dem jüngeren Jahrgang angetretenen Hausherren gingen zwar durch einen von Tim Schröder verwandelten Siebenmeter mit 1:0 in Führung (3.), gerieten dann aber recht schnell ins Hintertreffen. Justin Kauwetter brachte die Dormagener mit drei Toren in Hälfte eins auf die richtige Fährte, und als Jan Reimer mit einem seiner am Ende vier Treffer das 7:3 (9.) markierte, war das Duell früh entschieden.

Ein Triumph für den ansonsten als Betreuer für das Team tätigen Andreas Kothe, der den urlaubenden David Röhrig auf der Trainerbank vertrat. Obwohl er mit der Qualität des Turniers nicht ganz zufrieden war, zog Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel ein positives Fazit: "Die C-Jugend ist Dritter geworden, dazu haben wir den Super-Cup geholt - und das bei einer so prestigeträchtigen Veranstaltung. Das macht mich stolz."

Quelle: NGZ
 
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