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Dormagen setzt "Verjüngungskur" fort

Lokalsport: Dormagen setzt "Verjüngungskur" fort
So frisch und gut gelaunt soll die Dormagener Handball-Zukunft aussehen: Die Perspektivspieler Fredrik Genz, Ian Hüter und Gertjan Bongaerts (v.l.) verlängerten jetzt ihre Verträge mit dem TSV Bayer. FOTO: TSV Bayer
Dormagen. Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen verlängert die Verträge mit drei Perspektivspielern, sucht aber weiterhin nach einer Verstärkung, um im aktuellen Abstiegskampf zu bestehen. Schulter-OP bei Dennis Marquardt ist gut verlaufen. Von Volker Koch

Die beste Nachricht für die Handballer des TSV Bayer Dormagen kam in dieser Woche aus der Kölner Mediapark-Klinik. Dort ist Dennis Marquardt am Mittwoch erfolgreich an der Schulter operiert worden. Der Mannschaftskapitän hat den Eingriff "gut überstanden", weiß Jörg Bohrmann zu berichten: "Jetzt hoffen wir alle, dass er uns spätestens zur neuen Saison wieder helfen kann", sagt der Trainer über den 30-Jährigen, der neben Torhüter Sven Bartmann (28) derzeit der einzige Spieler im Kader ist, den man als "Routinier" bezeichnen kann.

Wobei die Dormagener ihre "Verjüngungskur" weiter fortsetzen. Gestern verlängerte der Zweitligist die Verträge mit drei Perspektivspielern, die mittelfristig an den Kader der Erstvertretung herangeführt werden sollen. Während Torhüter Fredrik Genz und Linksaußen Gertjan Bongaerts (beide 18) bereits Einsätze im Zweitliga-Team bestritten haben, wird der gleichaltrige Ian Hüter - sein zwei Jahre älterer Bruder Patrick gehört dort als Kreisläufer zum festen Stamm - nach einer langwierigen Schulterverletzung derzeit behutsam an altes Leistungsniveau herangeführt. Fredrik Genz - sein älterer Bruder Jo-Gerrit hatte vor kurzem ein Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt - unterschrieb zunächst für ein Jahr, Hüter und der mit einem belgischen Pass ausgestattete Bongaerts banden sich bis 2019 an den TSV.

Damit sie möglichst in der Zweiten Liga auflaufen können, suchen die Bayer-Handballer auf dem Spielermarkt nach der Routine, die im aktuellen Kader nach dem Ausfall von Dennis Marquardt fehlt. Doch die Suche nach einem neuen Mittelmann, eventuell ergänzt um einen abwehrstarken Spieler, "gestaltet sich nicht so einfach", gibt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel zu. Die Gründe sind keineswegs finanzieller Natur, sondern "der Markt ist wie leer gefegt", sagen Barthel und Bohrmann übereinstimmend. Selbst finanzstarke Erstligisten finden derzeit oft nur Notlösungen, wenn es um Ersatz für verletzte Spieler geht - so wie Aufsteiger SC DHfK Leipzig, der anstelle seines frisch operierten Torhüters Milos Putera kurzfristig Mathias Lenz verpflichtete. Der Ex-Dormagener hatte im Sommer nach dem Zwangsabstieg des TV Großwallstadt eigentlich seine Karriere beendet.

"Wir suchen weiter", sagt Barthel, wohlwissend, dass die Zeit drängt, sollen der Neue oder die Neuen in der bis Anfang Februar dauernden EM-Pause in den bestehenden Kader integriert werden. "Die Pause müssen wir sehr gut nutzen, um hoffentlich mal mit dem kompletten Kader akribisch zu arbeiten", sagt Bohrmann. Zu dem wird Max Jäger nur noch bis zum Saisonende gehören: Der meist im Schatten von Sven Bartmann stehende Torhüter "sucht eine neue Herausforderung", so Barthel. Mit seinen 26 Jahren gehört der Ex-Neusser dabei schon zu den "Alten" im Aufgebot.

Quelle: NGZ
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