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Dormagener A-Jugend dreht das Lokalduell nach der Pause um

Lokalsport: Dormagener A-Jugend dreht das Lokalduell nach der Pause um
Mit sieben Toren war Daniel Zwarg bester Werfer der HSG Neuss/Düsseldorf, verhindern konnte er die Niederlage gegen Dormagen damit aber nicht. FOTO: salzburg
Neuss. Patrick Luig entschied sich für das Risiko. Als der Trainer der HSG Neuss/Düsseldorf im Lokalderby gegen den TSV Bayer Dormagen in der 49. Minute beim Stand von 23:23 für seinen Torwart einen zusätzlichen Feldspieler ins Spiel brachte, wollte er seinem Team, wie er sagte. Von Christos Pasvantis

Es ging nach hinten los: Nach einem Ballverlust traf Julian Köster zur Dormagener Führung von der Mittellinie ins leere Tor - die letztlich entscheidende Szene beim zu deutlich ausgefallenen 32:26-Auswärtssieg (15:17) der Dormagener. Die stehen in der Handball-Bundesliga West damit genau wie Neuss bei zwei Siegen aus drei Spielen. "Da muss ich mir natürlich eine Teilschuld geben. Wir sind ins Risiko gegangen und das hat sich nicht ausgezahlt. So ein Gegentreffer ins leere Tor ist dann auch psychologisch ein Knackpunkt", sagte Luig.

Bis dahin hatte seine HSG den Gästen nämlich einen packenden Kampf auf Augenhöhe geboten, war über die ersten 30 Minuten die bessere Mannschaft. Mit dem druckvollen Tempospiel der Neusser kam Dormagen nämlich lange überhaupt nicht zurecht. "Wir hätten zur Pause mit mehr als zwei Toren führen müssen. Da waren wir die klar bessere Mannschaft", fand Luig. Jamal Naji, sein alter Bekannter auf der gegnerischen Trainerbank, stimmte zu: "Bei den Düsseldorern sieht man ganz klar Patricks Handschrift. Wir wussten, dass uns dieses Tempospiel erwartet, unser Matchplan ist vor der Pause aber überhaupt nicht aufgegangen." Insbesondere die wurfstarken Daniel Zwarg (7/2 Tore) und Sebastian Barentzen (6) kamen dadurch immer wieder zu leichten Abschlüssen.

Das änderte sich in Hälfte zwei aber, nachdem Naji defensiv umstellte, um die frühen Neusser Steilpässe zu unterbinden. "Das hat sofort deutlich besser funktioniert", fand er. Die HSG blieb nach Wiederbeginn fast neun Minuten torlos unt tat sich im Angriff deutlich schwerer. Weil gleichzeitig auch TSV-Keeper Arne Fuchs immer stärker wurde und bei seinen zehn Paraden in der zweiten Hälfte auch zwei Siebenmeter parierte, arbeiteten sich die Gäste zur Führung. "In so einem engen Spiel tun die beiden verworfenen Siebenmeter dann richtig weh", fand Luig. Ausgeglichen blieb die Partie aber bis zur besagten Szene in der 49. Minute.

Nach dieser 24:23-Führung spielten für den TSV vor allem Justin Kauwetter (5) und der starke Rechtsaußen Tyron Hartmann (7) ihre individuelle Klasse im Eins-gegen-Ein gnadenlos aus. Das Duo erzielte in den finalen sieben Minuten sechs der letzten sieben TSV-Tore. Naji freute sich: "Wir wissen, dass wir konditionell stark sind und haben unsere Stärken in der Schlussphase dann auch ausgenutzt. Neuss musste am Ende dann aufmachen, deswegen ist das Ergebnis sicher vier, fünf Tore zu hoch ausgefallen."

Quelle: NGZ
 
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